HIMMELSSPEKTAKEL

Freie Sicht auf den Super-Blutmond über MV

Am frühen Montagmorgen wird der Mond in voller Größe und blutrot gefärbt am Himmel zu sehen sein. Und das Beste daran: Laut Wetterbericht gibt es in MV gute Chancen, das Ereignis zu beobachten.
Der teilweise vom Erdschatten verdunkelte Vollmond leuchtet während einer Mondfinsternis rot bis orange.
Der teilweise vom Erdschatten verdunkelte Vollmond leuchtet während einer Mondfinsternis rot bis orange. Silas Stein
Neubrandenburg.

Früh aufstehen lohnt sich: Wer Montagmorgen noch vor Sonnenaufgang aus dem Bett krabbelt, kann den Vollmond rötlich schimmern sehen. Von 5.41 Uhr an wird der Mond etwa eine Stunde lang komplett im Kernschatten der Erde liegen. Da er gerade auf einem besonders erdnahen Abschnitt seiner in etwa elliptischen Bahn ist, erscheint er zudem besonders groß. Die besten Wetterverhältnisse gibt es wohl in der Mitte Deutschlands, doch es sieht so aus, als habe auch Mecklenburg-Vorpommern Glück mit dem Wetter.

Der Vollmond rückt langsam in den Kernschatten der Erde. Das sehe tatsächlich so aus, als würde sich der Mond von einer Seite her langsam verdunkeln, sagt Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg.

Blutmond hält sich eine Stunde

Um etwa 5.41 Uhr ist der Mond dann vollkommen im Kernschatten verschwunden. Allerdings ist er dann nicht komplett schwarz, sondern leuchtet rötlich – weshalb er umgangssprachlich „Blutmond” genannt wird. Denn die Sonnenstrahlen werden in der Atmosphäre der Erde gebrochen und nur die roten gelangen zum Mond. „Deshalb entsteht diese rötliche Färbung”, erklärt Liefke. Je nach Zusammensetzung der Atmosphäre – etwa der Menge an Staubteilchen und Wolken – fällt sie bei jeder Finsternis etwas anders aus.

Etwa eine Stunde lang kann der rötliche Vollmond bestaunt werden, bevor er um 6.44 Uhr wieder langsam aus dem Kernschatten herausrückt. Um 7.51 Uhr ist das Spektakel auch schon wieder vorbei und der Erdtrabant komplett aus dem Kernschatten herausgetreten. Ein paar Minuten später geht er tief im Westen unter. „Wenn man sich das Ereignis anschauen möchte, sollte man also freie Sicht in Richtung Westen zum Horizont haben”, rät die Astronomin.

Wer kann das Spektakel beobachten?

Bei klarem Himmel, könnte man die Phase des rötlichen Mondes überall in Deutschland gut sehen. Vor dem Austritt des Mondes aus dem Kernschatten könnte es in der Südhälfte aber bereits dämmern, erläutert Liefke. Die Mondfinsternis ist nach Astronomenangaben sichtbar in Europa, Afrika mit Ausnahme der östlichen Küstenregion, über dem Atlantik, in Nord- und Südamerika, Grönland sowie in der Nordpolarregion.

Für alle, die das Himmelsereignis verschlafen: Die nächste Mondfinsternis findet am 16. Juni statt. Allerdings wird hier der Mond nur teilweise verfinstert. Auf die nächste totale Mondfinsternis müssen Astronomiefans noch ein bisschen warten, die ist nämlich erst am 14. März 2025 zu beobachten.

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