ELEKTROROLLER

Für E-Roller gelten diese Regeln und Gesetze

Die neuen Elektroroller dürfen losrollen, allerdings müssen die Fahrer an die Versicherung denken. Darüber hinaus gelten weitere Vorschriften für E-Roller.
Marina Spreemann Marina Spreemann
Mit dem E-Roller durch Berlin-Mitte. Im Nordosten sind die kleinen Fahrzeuge noch nicht so häufig zu sehen.
Mit dem E-Roller durch Berlin-Mitte. Im Nordosten sind die kleinen Fahrzeuge noch nicht so häufig zu sehen. Bernd Von Jutrczenka
Neubrandenburg.

Seit vier Wochen dürfen in deutschen Städten neue Kraftfahrzeuge fahren – E-Roller. Das sind elektrisch betriebene E-Tretroller, die maximal 20 km/h schnell sind und auf Radwegen – oder falls diese nicht vorhanden sind – auf Straßen fahren müssen.

Eine Führerschein- und Helmpflicht gibt es dafür nicht, allerdings ist ein Mindestalter von 14 vorgeschrieben. „Doch wer denkt, er könne einfach losfahren, der ist falsch informiert”, sagt Joachim Koch, Sprecher des Bezirks Torgelow im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).

Offizielle Betriebserlaubnis erforderlich

„Der Gesetzgeber besteht darauf, dass für E-Tretroller extra eine spezielle Haftpflichtpolice abgeschlossen werden muss. Den Nachweis dafür liefert ein Aufkleber, der ähnlich wie ein Mofa-Nummernschild aussieht und gut sichtbar auf das Fahrzeug aufgeklebt werden muss, am besten auf das hintere Schutzblech.“

Wichtig ist auch, dass die E-Scooter eine offizielle Betriebserlaubnis besitzen müssen, Voraussetzung dafür seien vorgeschriebene maximale Abmessungen und Leergewicht, auch zwei unabhängige Bremsen und Licht- und Schalleinrichtung („Klingel“) müssen demnach vorhanden sein.

Die Elektrofahrzeuge sind so neu, dass es noch keine Erfahrungen mit den Prämienhöhen gibt, berichtet Koch. In der Versicherungsbranche werden jedoch Versicherungsprämien zwischen 30 bis 100 Euro im Jahr, ähnlich denen von Mofa-Versicherungen gehandelt.

Beim Leihen auf Versicherung achten

Wenn man sich einen E-Scooter von einem Sharing-Anbieter ausleiht, sollte man unbedingt darauf achten, dass Versicherungsschutz besteht. Sonst muss man bei einem Unfall mit Personenschaden eventuell sogar einen hohen sechs- bis siebenstelligen Betrag aus der eigenen Tasche bezahlen. Sinnvoll ist auch der Abschluss einer privaten Unfallversicherung, wenn man E-Roller häufig benutzt. Vorteil: Diese hilft auch bei anderen Unfallursachen. Über spezielle Konditionen informieren die Versicherungskaufleute.

Gegen Diebstahl absichern

Hat man sich einen besonders teuren E-Tretroller gekauft, ist es zusätzlich empfehlenswert, über eine Kaskoversicherung nachzudenken, die auch einen Diebstahl der teuren Akkus miteinschließt.

„Ähnlich wie bei der Kfz-Versicherung variieren die Versicherungsprämien je nach Alter, Deckungsumfang und Höhe der Selbstbeteiligung zwischen 50 bis 150 Euro im Jahr”, informiert Koch. Hat man den Versicherungsschutz geklärt, steht einer Fahrt nichts entgegen. Allgemeiner Aufmerksamkeit kann man sich dann wohl erst mal sicher sein.

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