ERLAUBT ODER VERBOTEN?

Hier dürfen Sie mit dem Wohnmobil parken

Schon mit dem Auto kann die Parkplatzsuche Nerven kosten. Richtig kompliziert wird es, wenn der Parkplatz Raum für Wohnmobil oder Caravan bieten muss. Ein Verkehrsexperte gibt Tipps.
dpa
Kurz mal parken mit dem Wohnmobile – aber wo?
Kurz mal parken mit dem Wohnmobil – aber wo? Markus Scholz
Erfurt.

„Generell darf im öffentlichen Straßenverkehr dort geparkt werden, wo es nicht ausdrücklich durch Verkehrszeichen untersagt ist“, verweist Verkehrsexperte Karsten Raspe vom Tüv Thüringen auf die Straßenverkehrsordnung (StVO). Dazu ist im Regelfall der rechte Seitenstreifen beziehungsweise der rechte Fahrbahnrand zu benutzen. Existieren entlang der Fahrbahn Parkstreifen, muss dort geparkt werden. Wird die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen aufgrund der Fahrzeuggröße verhindert, ist das Parken dort unzulässig.

Parken auf Gehwegen?

„Wird ein Wohnmobil in einer sehr schmalen Parkbucht abgestellt, die eigentlich für Pkw vorgesehen ist und ragt es dann in den Verkehrsraum hinein, kann von einer Behinderung ausgegangen werden“, so Raspe. Hier hilft es demnach auch nicht, mit zwei Rädern auf dem Bordstein zu parken. Das muss durch das entsprechende Zeichen „Parken auf Gehwegen“ (315) erlaubt sein. Ist das Parken auf Gehwegen durch das Zeichen 315 erlaubt, müssen Reisemobilisten auf die zulässige Gesamtmasse ihres Wohnmobils achten. Übersteigt das Fahrzeuggewicht die 2,8-Tonnen-Marke, ist hier das Parken für diese Fahrzeuge verboten. Für Wohnanhänger ohne Zugfahrzeug sieht die StVO einen maximalen Parkzeitraum von zwei Wochen vor.

Park-and-Ride-Flächen nutzen

Verkehrsexperte Raspe empfiehlt, das Fahrzeug auf dafür vorgesehenen Plätzen abzustellen. Am besten informieren sie sich schon im Vorfeld, wo es diese gibt. In vielen Städten dürfen Park-and-Ride-Flächen genutzt werden, oft gibt es spezielle Parkplätze für Wohnmobile und Caravan.

Das einmalige Übernachten auf einem Parkplatz fällt in aller Regel unter den sogenannten Gemeingebrauch oder dient der Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten sich Wohnmobil- und Caravan-Fahrer zudem bei Auslandsreisen mit den entsprechenden Regelungen des Ziellands sowie der Transitländer beschäftigen.

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