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Hilfe! Mein Kind ärgert mich

Manchmal reichen schon Kleinigkeiten, um die Eltern auf die Palme zu bringen. Viele Eltern glauben auch, dass ihre Kinder sie absichtlich ärgern.
dpa
Trotzphasen haben Kinder bereits ab zwei Jahren. Aber es gibt Tricks, solche Situationen in den Griff zu bekommen.
Trotzphasen haben Kinder bereits ab zwei Jahren. Aber es gibt Tricks, solche Situationen in den Griff zu bekommen. Kitty - Fotolia.com
Fürth.

Meist bekommen Kinder die Aufmerksamkeit der Eltern, indem sie sich auffallend verhalten. Machen die kleinen das mit Absicht? Gibt es vielleicht sogar Strategien?

Kinder werden oft emotional

„Trotzphasen haben Kinder schon mit zwei Jahren, etwa weil sie nicht ins Bett wollen. Aber Kinder ärgern ihre Eltern in den meisten Fällen nicht absichtlich”, erklärt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Was Kinder allerdings deutlich zeigen, ist Ärger – etwa wenn sie das Gefühl haben, verbal gehauen zu werden. „Dann reagieren sie spontan sehr emotional, um sich zu wehren”, so Ritzer-Sachs.

Klare Ansagen sind wichtig

So haben Kinder überhaupt kein Einsehen, wenn ihnen etwa verboten wird, noch eine zweite Runde Konsole zu spielen. Wenn Eltern dann nach dem dritten „nur noch ein Spiel” den Stecker ziehen, ist das Geschrei groß. „Wenn ich den Stecker ziehe, gehe ich in den Machtkampf”, gibt Ritzer-Sachs zu bedenken. Doch was sonst tun? „Man könnte sagen: Okay, du spielst noch zu Ende, dafür spielst du morgen überhaupt nicht!”

Hat man in dem eskalierenden Moment keine Chance, die Sache zu klären, verschiebt man die Diskussion besser auf später. „Denn während des Spiels befinden sich Kinder schon auf einem hohen Erregungsniveau. Wenn man dann noch diskutieren will, dann platzen sie”, sagt der Erziehungsberater. „Also muss einem schon vorher klar sein, dass man Teil der Eskalation ist und das Kind zu einem späteren Zeitpunkt ganz anders reagieren wird.”

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