Tipps und Tricks

Hohe Preise für Heizöl – Darauf sollten Sie jetzt achten

In diesem Jahr müssen Verbraucher mit stark steigenden Heizkosten rechnen. Wie es günstiger geht und auf welche Masche der Händler Sie nicht hereinfallen sollten.
dpa
Das Heizöl geht meist in den Keller, dessen Preis hingegen nicht. Wer seinen Tank günstig befüllen möchte,
Das Heizöl geht meist in den Keller, dessen Preis hingegen nicht. Wer seinen Tank günstig befüllen möchte, könnte im Frühjahr oder Sommer bessere Karten haben. Philipp von Ditfurth
Berlin

Auch bei Heizölbestellungen über Telefon und Internet besteht im Prinzip ein Widerrufsrecht. Darauf macht die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart aufmerksam. Derzeit erklären offenbar manche Händler, dass das Widerrufsrecht bei Heizöl- oder Pelletbestellungen gekippt worden sei. Dem sei aber nicht so.

Die Händler berufen sich auf gesetzliche Regelungen, in denen beispielsweise Verträge zur Lieferung von Waren, deren Preis von Schwankungen auf dem Finanzmarkt abhängt, vom Widerruf ausgeschlossen sind. Der Bundesgerichtshof hat jedoch entschieden, dass Heizöl trotz Preisschwankungen explizit nicht unter diese Regelung fällt (Urteil vom 17.6.21, Az.: VIII ZR 249/14). Nach Auffassung der Verbraucherzentrale können Kundinnen und Kunden ihre Bestellungen also rückgängig machen, solange noch kein Heizöl geliefert wurde.

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Wie fülle ich meinen Heizöl-Tank möglichst günstig?

Nach dem Absinken des Ölpreises im vergangenen Jahr zeigt die Kurve nun steil nach oben. Wer mit Öl heizt, muss daher mit deutlich mehr Heizkosten rechnen. Das geht aus dem neuen Heizspiegel hervor. Aber wie wird der Öltank jetzt noch günstig gefüllt?

Oft heißt es, man soll das jährliche Nachfragetief für den Heizölkauf nutzen. Im Frühjahr und Sommer ist die Nachfrage nach Heizöl meist geringer, der Preis dadurch tendenziell auch, sagt Louis Stahl vom Bund der Energieverbraucher. Aber allgemeingültig ist diese Regel nicht.

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Der Grund: Die Börsenpreise für weltweit gehandeltes Rohöl, die maßgeblich für den Heizölpreis sind, hängen nicht am deutschen Bedarf allein. Weltweit beeinflussen Angebot, Nachfrage und Spekulation den Preis. 2014 und 2015 zum Beispiel war das Heizöl im Winter deutlich günstiger als in den Sommermonaten.

Keine Scheu vor Kleinmengenaufpreis

Oft nehmen Heizöllieferanten bei kleinen Bestellmengen bis 1500 Liter einen Aufpreis. Der ist aber geringer als man annimmt, sagt Louis Stahl. Die Aufteilung einer Betankung in zwei kleinere Extrabestellungen koste im Schnitt 50 bis 80 Euro. Sinken die Preise, lohnen sich die Mehrkosten für die zweite Anfahrt schnell. Es ist aber ein wenig Glücksspiel: Steigen die Preise weiter, wird es zum späteren Zeitpunkt noch teurer.

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Vor Beginn der Heizöllieferung empfiehlt Stahl einen Blick auf den geeichten Mengenzähler am Tankwagen zu werfen. Während des Tankvorgangs sollten im Schauglas keine Luftblasen zu sehen sein. Zudem achtet man besser darauf, dass die gemessene Menge am Ende mit der Menge auf dem Lieferschein übereinstimmt. Damit kann Streit im Nachgang für beide Seiten vermieden werden.

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