Schnelltests wie diesen soll es bald in vielen Supermärkten geben – doch die Vorräte sind derzeit begrenzt (Sy
Schnelltests wie diesen soll es bald in vielen Supermärkten geben – doch die Vorräte sind derzeit begrenzt (Symbolbild). Zacharie Scheurer
Discounter und Drogerien

In diesen Läden gibt es Corona-Selbsttests – oder zumindest bald

Immer mehr Supermärkte und Drogerien wollen Corona-Selbsttests verkaufen. Hier finden Sie, wie das Angebot in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist.
Neubrandenburg

Immer mehr Handelsketten wollen in diesen Tagen Corona-Selbsttests anbieten oder haben sie bereits im Sortiment. Die Nachfrage ist nach wie vor riesig, wie Vorreiter Aldi gezeigt hat. Der Discounter verkauft seit vergangenem Wochenende Selbsttests in seinen Märkten und ohne dafür Werbung zu machen, waren sie sofort vergriffen.

„Wir verkaufen, was da ist”, sagte nun ein Sprecher von Aldi Nord auf Anfrage. Neue Ware werde sofort an die Filialen im Norden verteilt, keine Region werde dabei bevorzugt. Der Konzern geht davon aus, dass die Nachfrage weiter hoch bleibt, auch weil das Produkt nur einmal verwendbar ist, so der Sprecher.

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Aktuell würde man nur ein Schnelltest-Kit pro Kunden verkaufen. Die müssen also Glück haben, wenn sie einen bekommen wollen. Ob diese Regel irgendwann nicht mehr nötig sein wird, sei jetzt noch nicht abzusehen.

Selbsttest für 22 Euro bei Lidl – aber vergriffen

Allerdings setzt langsam auch der Wettbewerb ein, denn immer mehr Händler steigen in den Verkauf der Testkits ein. Lidl bietet sie schon seit dem Wochenende an, allerdings nur online. Aktuell wird dort das „5er Set Corona SARS-CoV-2 Antigenschnelltest” zu 21,99 Euro verkauft, es ist als „demnächst bestellbar” markiert.

Laut der Drogerie Rossmann werde man „im Laufe der Woche” Corona-Selbsttests anbieten können. „Sofern der Lieferant den avisierten Liefertermin einhält”, so eine Sprecherin. Angaben zur regionalen Warenversorgung könne man aktuell nicht treffen. Ob demnächst also auch wirklich der Rossmann um die Ecke einen Test verkaufen kann, ist noch nicht sicher.

Vielleicht lohnt da ein Gang zu dm. Die Drogeriekette hatte ihren Verkaufsbeginn bereits verschoben, plant aktuell aber, ab Freitag (12. März) Tests verkaufen zu können. Wann und wo genau war auf Anfrage nicht zu erfahren.

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Die Edeka-Supermärkte wollen die Tests „in Kürze“ anbieten. Rewe teilte mit, seine Supermärkte sollten mit Beginn der kommenden Woche sukzessive mit dem Verkauf von Selbsttests beginnen. Auch die Discount-Töchter der beiden Handelsunternehmen, Netto und Penny, wollen in den Verkauf der Selbsttests einsteigen.

Auch beim schwarzen Netto (mit Hund) mit Sitz in Stavenhagen plant man aktuell, Corona-Selbsttests in das Sortiment aufzunehmen. Eine Sprecherin bestätigte dies am Mittwoch auf Anfrage. Einen genauen Verkaufstermin konnte sie aber noch nicht nennen. Der Einzelhändler hat 112 Filialen in Mecklenburg-Vorpommern und 143 Mal in Berlin und Brandenburg.

Kostenlose Corona-Schnelltests in Apotheken

Abgesehen von den Selbsttests aus dem Supermarkt wird es demnächst auch die vom Bund angekündigten kostenlosen Corona-Schnelltests in den Apotheken geben, auch in Mecklenburg-Vorpommern. Erst seit Montag liege die Testverordnung vor, auf deren Grundlage nun der nötige Vertrag mit dem Apothekerverband geschlossen werden könne, informierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag.

Der Vertrag stehe kurz vor dem Abschluss. Zudem habe das Land entschieden, 250.000 Schnelltests für die Kommunen zu beschaffen, damit auch die Testzentren vor Ort kostenlose Schnelltests anbieten können.

Der Bund werde die Tests letztlich bezahlen, das Land gehe hier in Vorleistung. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, dass jeder Bürger vom 8. März an wöchentlich einen kostenlosen Corona-Schnelltest machen lassen kann.

Fünf Millionen Corona-Selbsttests für Schulen und Kindergärten

Außerdem bestelle das Land Schwesig zufolge fünf Millionen Corona-Selbsttests für Schulen und Kitas. Zusätzlich habe sich die Landesregierung entschieden, das Angebot des Bundes anzunehmen und über ihn weitere 220.000 Tests zu bestellen. Insgesamt sollen für die Selbsttests 20 Millionen Euro ausgegeben werden, sagte die Regierungschefin.

Von den fünf Millionen Tests sind Schwesig zufolge zwei Millionen bereits bestellt. Ihre Lieferung werde am 16. März erwartet. Sie seien wichtig, um vom 22. März an die weiteren Öffnungsschritte an den Schulen zu gehen. Weitere drei Millionen Tests würden noch bestellt, um den Schul- und Kita-Betrieb längerfristig abzusichern.

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Was ist der Unterschied zwischen Selbsttests und Schnelltests?

Selbsttests können, wie der Name schon sagt, alle Anwender bei sich selbst zu Hause durchführen. Die Anwenderin braucht dafür eine Probe aus der eigenen Nase oder dem Speichel. Laut Bundesgesundheitsministerium [https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronatest/faq-schnelltests.html#c20484] werden Qualität und Aussagekraft der Selbsttests vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zusammen mit dem Paul-Ehrlich-Institut Qualität überprüft

Schnelltests können laut einer Erklärung des Ministeriums nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Allerdings liegt anders als bei den PCR-Tests in den Impfzentren das Ergebnis sofort vor. Da Schnell- und Selbsttests gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate haben, müssen alle positiven Ergebnisse durch einen PCR-Test bestätigt werden.

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