FRAGEN ZU CORONA

Kann ich auch nach der Corona-Krise im Home Office arbeiten?

Home Office, Pflegeprämie, Bartpflege: Leser haben dem Nordkurier wieder Fragen zu den Regelungen rund um Corona gestellt. Hier sind die Antworten.
Noch gibt es in Deutschland keinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice. Das könnte sich aber bald ändern.
Noch gibt es in Deutschland keinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice. Das könnte sich aber bald ändern. Jens Kalaene
Schwerin.

Ich würde auch gern nach der Corona-Krise weiter im Homeoffice arbeiten. Ist das möglich, gibt es einen gesetzlichen Anspruch darauf?

Seit Beginn der Corona-Krise hat in Deutschland jeder dritte Arbeitnehmer zuhause gearbeitet statt im Büro. Die Praxis zeigte oft, das das gut funktioniert. Wer sich auch in Zukunft den Weg ins Büro sparen will oder auch nur für einige Tage in der Woche im Homeoffice tätig sein will, benötigt dafür ein funktionierendes Büro daheim und die Zustimmung des Arbeitgebers, die am besten im Arbeitsvertrag festgelegt ist.

Bislang gibt es in Deutschland keinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice. Doch das will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ändern. Er plant ein entsprechende Gesetz bis zum Herbst 2020. Dagegen gibt es aber noch Vorbehalte der Union. Heil hatte verkündet, wo es betrieblich möglich sei, solle jeder Arbeitnehmer das künftig einfordern können.

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Demnach sollte man entweder komplett auf Homeoffice umsteigen oder auch nur für ein oder zwei Tage die Woche. Allerdings solle Homeoffice nicht erzwungen werden. Heil will „mit fairen Regeln verhindern, dass sich die Arbeit zu sehr ins Private frisst.“ Auch im Homeoffice solle es einen Feierabend geben, und zwar nicht erst um 22.00 Uhr.

Ich pflege derzeit einen Angehörigen meiner Familie. Habe ich da auch Anspruch auf eine Pflegeprämie und wenn ja, wo muss ich ihn beantragen?

Das Sozialministerium MV hat bestätigt, dass Privatpersonen, die in der Häuslichkeit Angehörige pflegen oder Menschen mit Behinderung betreuen, vom Land eine Prämie in Höhe von 500 Euro erhalten. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller Angehöriger einer pflegebedürftigen Person oder eines Menschen mit Behinderung ist und die Betreuung aufgrund einer coronabedingten Schließung eines ambulanten Angebotes in MV wie einer Tagespflegeeinrichtung, Werkstatt für Menschen mit Behinderungen oder einer Tagesfördergruppe nun in der eigenen Häuslichkeit übernommen hat.

Mehr lesen: Großteil der Anträge auf Prämie abgelehnt

Anspruch hat nur derjenige, der aufgrund der Pflegeübernahme nicht mehr wie bislang seine bisherige beruflichen Tätigkeit ausüben kann und dadurch Verdienstausfälle zu tragen hat. Anträge können beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) HIER unter Sozialfonds Säule 6.2.pdf heruntergeladen werden.

Ich bin Bartträger und frage mich, warum in MV die Bartpflege durch Friseure verboten ist, während meine Frau problemlos zur Kosmetik gehen darf.

Die Bartpflege durch Friseure ist in Mecklenburg-Vorpommern nicht verboten, wie die Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes im Friseurhandwerk, Gabriela Glävke-Münkwitz bestätigt. Allerdings gebe es dafür strenge Auflagen. So müssten die Friseure während der Arbeit am Kunden eine Mund-Nasen-Schutzmaske und zusätzlich ein Gesichtsvisier tragen. Landesweit gebe es rund 1.270 Friseurbetriebe, darunter auch einige Barbershops.

Schicken Sie Ihre Frage an: [email protected] Betreff: „Frage zu Corona“

 

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