FRAGEN ZU CORONA

Muss man in Polen einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

Sind die Polenmärkte wieder geöffnet? Bekomme ich Gehalt, wenn ich unter häuslicher Quarantäne stehe? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es hier.
Polen hat am Wochenende seine Grenze zu Deutschland wieder geöffnet. Touristen müssen sich aber auch im Nachbarland
Polen hat am Wochenende seine Grenze zu Deutschland wieder geöffnet. Touristen müssen sich aber auch im Nachbarland an besondere Kontakt-, Abstands- und Hygieneregeln halten. Stefan Sauer
Schwerin.

Polen hat seine Grenze zu M-V wieder geöffnet. Muss man in Polen eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen?

Im Nachbarland gelten ähnliche Hygieneregelungen wie in Deutschland. Maskenpflicht besteht in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln und zum Beispiel beim Friseur. In Gaststätten und Cafés darf die Maske nur am Tisch abgenommen werden. Im Freien besteht keine Maskenpflicht, es sei denn, der vorgeschriebene Mindestabstand, der in Polen zwei Meter beträgt, kann nicht mehr eingehalten werden.

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Sind die Polenmärkte hinter der deutsch-polnischen Grenze wieder geöffnet?

Ja, auch diese Märkte dürfen wieder ihre Kunden empfangen. Da es zumindest in den ersten Tagen nach der Grenzöffnung zu größerem Andrang kommen und der Mindestabstand von zwei Metern nicht mehr eingehalten werden kann, muss dann die Maske getragen werden. Auch die polnischen Einkaufszentren, Friseure und Kosmetikstudios sind geöffnet.

Dürfen uns unsere Freunde aus Berlin in M-V besuchen und bei uns übernachten?

Nein, das ist noch nicht möglich. Laut der noch geltenden Corona-Schutzverordnung (§ 5) sind private Reisen nach M-V verboten. Ausnahmen sind Besuche der Kernfamilie, Reisen zum Zweitwohnsitz sowie Reisen mit verbindlicher Buchung über mindestens eine Nacht in einer Beherbergungseinrichtung oder bei einem privaten Unterkunftsanbieter.

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Bekomme ich Gehalt, wenn ich unter häuslicher Quarantäne stehe?

Größere finanzielle Einbußen müssen Arbeitnehmer unter Quarantäne nicht befürchten. Denn der Arbeitgeber muss zunächst das Gehalt weiterzahlen, da in diesem Fall ein Beschäftigungsverbot besteht. Der Arbeitgeber kann allerdings verlangen, dass man – wenn möglich – zuhause arbeitet. Geht das nicht, gilt die Quarantänestellung als Krankheitsfall. Es gibt also Lohnfortzahlung, in den ersten sechs Wochen etwa den Nettolohn, danach die Höhe des Krankheitsgeldes.

Arbeitgeber können sich diese Zahlungen erstatten lassen. Zahlt der Arbeitgeber nicht, kann man die Entschädigung bei der Behörde selbst einfordern. In M-V ist dafür das Landesamt für Gesundheit und Soziales zuständig, in Brandenburg das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit.

Das Land M-V hat einen Sozialfonds in Höhe von 20 Millionen Euro eingerichtet, um Anbieter sozialer Einrichtungen in der Krise zu unterstützen. Wer kann alles davon profitieren?

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat insgesamt fünf Fördersäulen definiert. Dazu gehören Frauenschutzhäuser und Beratungen (0,5 Millionen Euro), Bildungseinrichtungen für Jugend und Familie wie Jugendherbergen und Schullandheime (3,5), Freizeiteinrichtungen für Familien wie Zoos, Tierheime und Begegnungsstätten (3,5), Sportvereine (3,5) sowie Ehrenamt und gemeinnützige Strukturen wie Tafeln und Kleiderbörsen (5). Zudem gibt es eine Handlungsreserve zum Beispiel für soziale Dienstleister, Einzelhelfer in der Pflege und Schutzausrüstung (4).

Schicken Sie Ihre Frage an: [email protected] Betreff: „Frage zu Corona“

 

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