RATGEBER AUTO

Nach diesen Unfällen lieber nicht anhalten!

Nach einem Unfall stoppen und Hilfe holen: Das ist bekannt. In manchen Fällen ist das aber nicht richtig und kann Menschen gefährden.
Anhalten, Warndreieck aufbauen, Hilfe holen: Das ist nach einem Unfall wichtig. ADAC-Experten zufolge gibt es aber auch Situat
Anhalten, Warndreieck aufbauen, Hilfe holen: Das ist nach einem Unfall wichtig. ADAC-Experten zufolge gibt es aber auch Situationen, in denen das gefährlich ist. benjaminnolte - Fotolia
München.

Nach einem Zusammenstoß mit Kleintieren wie Igeln, Eichhörnchen, Kaninchen oder Kröten sollten Autofahrer sich und andere nicht gefährden und im Zweifel einfach weiterfahren. Das gelte vor allem bei schlechter Sicht oder Dunkelheit, rät Christoph Hecht vom ADAC.

Risiko für weitere Unfälle ist zu hoch

„Das Risiko, sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer beim Aussteigen aus dem Auto und Herumlaufen auf der Straße in Gefahr zu bringen, ist sehr hoch“, erklärt der Experte. Und Rettungsversuche seien meist auch sinnlos. Kleintiere seien nach dem Unfall mit einem Auto meist ohnehin sofort tot oder zu schwer verletzt, um ihnen noch helfen zu können.

Läuft ein Kleintier über die Straße, rät der ADAC, das Lenkrad beidhändig festzuhalten und kontrolliert zu bremsen. Wer für kleine Wildtiere voll in die Bremsen steigt und dadurch einen Auffahrunfall riskiert, muss damit rechnen, nach einem Unfall eine Teilschuld zu bekommen. Die Polizei müsse man nur verständigen, wenn bei dem Unfall Menschen verletzt wurden oder das Kleintier andere gefährdet, etwa weil es mitten auf der Straße liegt. Unfälle mit sogenanntem Schalenwild wie Reh, Hirsch und Wildschwein dagegen sind laut ADAC in den meisten Bundesländern meldepflichtig.

Unfallflucht gibt es nicht immer

Tiere gelten vor dem Gesetz als Sache. Daher könne es bei herrenlosen Wildtieren keine Unfallflucht geben. Haustiere wie Hund und Katze haben dagegen meist Besitzer. Der ADAC rät nach einer Kollision mit Haustieren, anzuhalten und die Polizei zu benachrichtigen. Wer das nicht tut, riskiert, von möglichen Zeugen wegen Tierquälerei angezeigt zu werden.

Es kann auch im eigenen Interesse sein, nach dem Zusammenstoß mit einem Haustier dessen Halter ermitteln zu lassen. Denn wenn Hunde oder Katzen einen Unfall verursachen, hafte der Tierhalter.

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