MAIKÄTZCHEN

Pflicht zur Kastration für Katzen gefordert

Jedes Jahr im Frühjahr kommen zahlreiche Maikätzchen zur Welt, die als Streuner unterwegs sind. Das Bündnis „Pro Katze” sieht nur einen Ausweg, um der Lage Herr zu werden.
Katzen sehen niedlich aus. Wenn sie sich allerdings ungehemmt vermehren, gibt es Probleme.
Katzen sehen niedlich aus. Wenn sie sich allerdings ungehemmt vermehren, gibt es Probleme. Silvia Marks
Neubrandenburg ·

„Übernehmen Sie Verantwortung!“ Mit dieser klaren Botschaft ruft das Bündnis „Pro Katze“ alle Katzenhalter dazu auf, ihre Tiere kastrieren zu lassen, um der Flut der Maikätzchen Einhalt zu gebieten.

Noch immer werden jedes Frühjahr die sogenannten Maikätzchen geboren. Sie leiden schon kurz nach ihrer Geburt an Krankheiten und Hunger, wenn sie als Streunerkatzen im Elend aufwachsen müssen. Ein grausiger Fund bei Röbel zeigte am Montag, wie aktuell das Thema auch im Nordosten ist.

Laut Tierschützer ist jeder Katzenbesitzer gefragt. Er sollte Verantwortung für sein Tier übernehmen und es kastrieren lassen. „Um viele Katzenkinder vor einem grausamen, kurzen Leben zu schützen, um Tierheime, die Jungtiere aufnehmen und pflegen, zu entlasten, und auch um die ausgemergelten Mutterkatzen vor der kräftezehrenden Schwangerschaft zu bewahren”, heißt es in einer Pressemitteilung von „Pro Katze”.

Streunerkatzen leiden unter Hunger und Krankheiten

Die unkontrollierte Vermehrung durch die Paarung mit freilaufenden unkastrierten Besitzerkatzen verschlimmere die Situation der Streunerkatzen in Deutschland immer weiter. Streunerkatzen sind verwilderte Hauskatzen, die – anders als oft noch behauptet wird -, nicht ohne menschliche Hilfe zurechtkommen und unter Kälte, Hunger, Infektionskrankheiten, Parasitenbefall und Verletzungen leiden. Sie führen einen harten Überlebenskampf und vermehren sich dennoch unkontrolliert. So wird das Elend der Streunerkatzen immer weiter verschlimmert und die Tierbestände dieser verwilderten Katzen wachsen. „Dieser Teufelskreis kann nur durch die Kastration der Hauskatzen mit Freigang durchbrochen werden – nötigenfalls auch durch eine Kastrationspflicht“, erläutern die Sprecherinnen des Bündnisses.

Aus Sicht des Bündnisses kann jeder Mensch, dem eine Katze gehört beziehungsweise begegnet, etwas tun. Fünf Tipps:

  • Helfen Sie mit! Lassen Sie Ihre Katze kastrieren, chippen und bei TASSO e.V. registrieren.
  • Übernehmen Sie Verantwortung! Das Füttern von herrenlosen Katzen allein ist keine Lösung.
  • Es verschlimmert die Situation durch steigende Geburtenraten. Nehmen Sie daher Kontakt zu Tierschutzvereinen auf, um herrenlose Katzen unbedingt kastrieren zu lassen.
  • Klären Sie auch andere Katzenbesitzer über die Streunerkatzen-Problematik auf.
  • Setzen Sie sich in Ihrer Stadt oder Gemeinde für die Einführung einer Katzenschutzverordnung ein.

 

Das Bündnis „Pro Katze“ ist ein seit 2011 bestehender Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V., VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz und TASSO e. V. Im Rahmen der Bündnisarbeit machen die Vereine auf die Folgen der unkontrollierten Vermehrung von Straßenkatzen aufmerksam. Gemeinsam setzen sich die drei Organisationen für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang ein, unterstützen Städte und Gemeinden bei der Einführung von Katzenkastrationsverordnungen und führen Kastrationsprojekte durch.

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