UNGETRÜBTER BADESPASS

▶ Rügen und Usedom offenbar frei von Feuerquallen

In der Nordsee können Badende leicht mal Bekanntschaft mit den giftigen Tentakeln schließen. Im Spätsommer kommen die Tiere manchmal auch in die Ostsee.
Eine Feuerqualle liegt am Ostsee-Strand in Warnemünde.
Eine Feuerqualle liegt am Ostsee-Strand in Warnemünde. Archiv/ Bernd Wüstneck
So sieht die harmlose Ohrenqualle aus.
So sieht die harmlose Ohrenqualle aus. Thomas Müller
Heringsdorf ·

Der Spätsommer ist an den Ostsee-Stränden manchmal Feuerquallen-Zeit. Die Tiere leben eigentlich in der Nordsee, einige von ihnen werden in der zweiten Jahreshälfte aber durch Wind und Strömungen in die Ostsee getrieben.

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Bislang sind die Strände auf Usedom und Rügen aber offenbar weitgehend frei von Feuerquallen. „Es kann sein, dass mal ein paar herüber treiben, aber uns sind bisher keine Vorkommnisse bekannt”, teilte die Touristinformation in Heringsdorf am Mittwoch auf Nordkurier-Nachfrage mit. Auch in den Vorjahren habe es auf Usedom wenig bis keine Feuerquallen gegeben.

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So ist auch die Wahrnehmung in der Kurverwaltung im Ostseebad Göhren. „Quallen ja, aber keine Feuerquallen auf Rügen”, heißt es von dort. Manche Urlauber seien durchaus besorgt, was Feuerquallen angeht. Es werde des Öfteren nachgefragt, ob es zur Zeit welche gibt.

Schmerzhaft aber meistens ungefährlich

Nach Informationen des Internet-Portals www.ostsee.de sind Feuerquallen für gesunde Menschen ungefährlich. Es bestehe kein Grund zur Panik „aber man sollte ihnen aus dem Weg gehen, denn ein Kontakt mit ihnen ist ziemlich unangenehm”.

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Feuer- oder auch Nesselquallen würden etwa tellergroß. Sie seien dunkelrot bis gelb. Ihre Tentakeln, an denen die Nesselzellen sitzen, seien tückischer Weise fast unsichtbar und würden bis zu einem Meter lang. Bei Berührung setzen sie Nesselgift frei. Wer im Uferbereich welche sieht, solle einfach einen großen Bogen um die Tiere machen.

Der Kontakt mit Feuerquallen sei ziemlich schmerzhaft aber in der Regel ungefährlich. „Bei empfindlichen Personen und nach wieder­holtem Kontakt können auch heftige allergische Reaktionen mit Herz-Kreislauf-Störungen bis zum Kollaps auftreten.” Auch tote Quallen am Strand seien zu umgehen, denn ihre Nesselzellen können noch aktiv sein.

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Feuerquallen seien von den in der Ostsee häufig vorkommenden Ohren­quallen gut zu unterscheiden: Die Ohren­quallen seien durchsichtig mit weißen, rosafarbenen oder lilafarbenen Ringen auf der Oberseite. Sie seien völlig harmlos.

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