FFP2-Masken würden Virus-Infektionen wirksam verhindern, betont Bioinformatiker Lars Kaderali und widerspricht damit Auss
FFP2-Masken würden Virus-Infektionen wirksam verhindern, betont Bioinformatiker Lars Kaderali und widerspricht damit Aussagen des Virologen Martin Haditsch. Jens Büttner, © janvier - stock.adobe.com
Maskenpflicht

Schäden durch FFP2-Masken – Kaderali widerspricht Virologen

FFP2-Masken würden weder einen Eigen- noch einen Fremdschutz bieten und schaden, erklärt ein Virologe. MV-Experte Kaderali hält das für „ziemlichen Unfug”.
Greifswald

Der österreichische Virologe und Infektionsepidemiologe Professor Martin Haditsch hat die FFP2-Maskenpflicht auf einer Pressekonferenz des Vereins „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie” am 16. November in München scharf kritisiert.

Lesen Sie auch: Erste Pflegeheime wollen ein Ende der FFP2-Maskenpflicht

Laut dem Virologen, der regelmäßig die Corona-Maßnahmen kritisiert, würden Masken weder einen Eigen- noch Fremdschutz bieten. Chirurgische Masken und FFP2-Masken seien „nicht tauglich, um Virus-Infektionen zu verhindern”, so Haditsch. Es gebe ausreichend epidemiologische Studien, die dies belegen würden.

Virologe sieht Schäden als erwiesen an

Die FFP2-Masken würden laut wissenschaftlichen Studien auch Schäden verursachen.

Diese entstünden „erwiesenermaßen durch Vermehrung des CO2” und „Vergrößerung des Totraums”. Es gebe Hinweise, dass dadurch der Säure-Basen-Haushalt des Körpers „durcheinander gebracht” werde. Das höhere Vorkommen von CO2 müsse der Körper durch Ausschüttung von Notfall-Hormonen kompensieren. Der Körper befinde sich daher „in einem permanentem Stresszustand”.

Im Mundraum würden zudem bestimmte Keime wie eitrige Hirnhautentzündung, schwere Lungenentzündung und Pneumokokken unter einer Maske „besonders gut anwachsen”.

Experte Lars Kaderali aus MV widerspricht

Lars Kaderali, Bioinformatiker von der Universität Greifswald und Mitglied in der Corona-Expertenkommission will das nicht so stehen lassen. Er hält die Aussagen des Virologen für „ziemlichen Unfug”. Seine Behauptungen würden sich durch wissenschaftliche Daten nicht belegen lassen.

Masken würden Virus-Infektionen wirksam verhindern, betont Kaderali. Es gebe inzwischen einige Studien, sowohl im Labor als auch epidemiologische Studien, die die Wirksamkeit „deutlich belegen” würden.

Lesen Sie auch: Ärzteverband: FFP2-Pflicht in Innenräumen bei hoher Inzidenz

Er bestreitet, dass Schäden durch Vermehrung von CO2 und der Vergrößerung des „Totraums” möglich sind. Es handle sich um „eine hartnäckig haltende Corona-Leugner-Legende”, so der Wissenschaftler. „Der sogenannte 'Totraum' der Masken ist viel zu klein, um die beschriebene Wirkung zu haben”, sagt Kaderali.

Es gebe zudem keine Belege für die Vermehrung von Keimen wie Lungenentzündung und Hirnhautentzündungen beim Tragen einer FFP2-Maske. Es handle sich um „pure Panikmache” und „ziemlichen Unsinn”, meint der Bioinformatiker.

Virologe sieht keine gültige rechtliche Grundlage

Es gebe nach Überzeugung des Virologen Martin Haditsch auch keine gültige rechtliche Rechtsgrundlage für eine Maskenpflicht. Das Gesetz sehe eine erwiesene epidemische oder pandemische Notlage als Voraussetzung an. Diese habe jedoch nie vorgelegen, so seine Überzeugung.

Lesen Sie auch: Neue Virus-Sublinie in MV – Kaderali erwartet Corona-Winterwelle

Haditsch erläutert in der Pressekonferenz: „Eigentlich müsste man nicht die Befreiung attestieren, sondern man müsste attestieren, wer überhaupt tauglich ist, eine Maske zu tragen”. Vor Corona musste ein Attest für „Staubschutz-Masken” ausgestellt werden, eine Einweisung erfolgen und gesagt werden, welche Pausen einzuhalten sind, so der Virologe.

zur Homepage

Kommentare (1)

Was zeichnet einen Bioinformatiker eigentlich hinsichtlich seiner Kompetenz in medizinischen Fragen aus. Bisher hab ich immer nur mitbekommen, dass er Paper und Studien gelesen hat. Und so ein Theoretiker wagt es, Experten anderer Fachrichtungen abzuwerten. Das hat das gleiche Niveau wie die Klimaklatscher.