GESUNDE KINDER

So erkennen Sie Krankmacher in Spielsachen

Besonders Kleinkinder nehmen ihre Spielsachen gern in den Mund. Aber auch über die Haut können Gifte von Spielsachen gesundheitliche Folgen haben. Worauf Sie beim Kauf von Spielzeug achten sollten.
dpa
Spielzeug aus Holz gilt als naturnah und bekommt bei vielen Eltern den Vorzug gegenüber der Plastik-Variante. Aber auch hier ist Vorsicht geboten.
Spielzeug aus Holz gilt als naturnah und bekommt bei vielen Eltern den Vorzug gegenüber der Plastik-Variante. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Stiftung Warentest
Neubrandenburg.

Krankmacher in Spielsachen kann man nicht sehen – aber dafür meist riechen. Deshalb rät der TÜV Thüringen Verbrauchern, sich beim Kauf von Spielzeugen auf die eigene Nase zu verlassen. Riecht ein Produkt unangenehm teerartig oder beißend, kann man davon ausgehen, dass es in aller Regel Schadstoffe enthält, informiert TÜV-Experte Marko Beckmann.

Produkte, die sehr stark riechen, sollten Eltern also lieber im Laden lassen. Hierzu zählen krebserregende oder erbgutverändernde Weichmacher oder Nickel. Das sind beispielsweise Phthalate und Azofarbstoffe, die im Plüsch von Kuscheltieren stecken können. Solche Substanzen werden über die Schleimhäute aufgenommen und können zu Hautreizungen oder Allergien führen.

Siegel können Aufschluss geben

Aber Vorsicht: Auch ein angenehmer Duft ist kein Qualitätsmerkmal, denn die Hersteller versuchen möglicherweise mit sehr starken Fruchtdüften den schlechten künstlichen Geruch zu übertünchen, erklärt Thomas Oberst vom TÜV Süd. Und: Jeder Verbraucher empfindet Gerüche anders und Düfte verfliegen, wenn das unverpackte Spielzeug schon länger im Regal steht.

Eltern können außerdem mit einem feuchten Taschentuch über das Spielzeug reiben. Löst sich Farbe ab, sollten sie auf jeden Fall die Finger davon lassen, rät der Experte. Absolute Sicherheit können der Riech- und Rubbeltest allerdings nicht geben. Auch der Kauf von Holzspielzeug schützt nicht vor Giften. Besser sei es, von vornherein für kleinere Kinder keine lackierten Schiebetiere, Bauklötze, Puppen oder Fahrzeuge aus Holz zu kaufen. Halten Sie stattdessen beim Kauf Ausschau nach unabhängigen Prüfsiegeln wie dem GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit” oder „Schadstoff geprüft”.

Informationen zu giftigen Stoffen in Spielzeug und Testberichte finden Sie hier:

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Stiftung Warentest

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