AB 2022 GEPLANT

So funktioniert die Tempo-Bremse für Neuwagen

Ab 2022 soll es rund 30 Assistenzsysteme verpflichtend für Neuwagen geben. Eines davon bremst die Autofahrer aus, die sich nicht an Tempolimits halten.
In vielen Autos gibt es bereits zahlreiche Assistenzsysteme, die Fahrern Handgriff abnehmen oder für Sicherheit sorgen. A
In vielen Autos gibt es bereits zahlreiche Assistenzsysteme, die Fahrern Handgriff abnehmen oder für Sicherheit sorgen. Ab 2022 sollen rund 30 Assistenten Pflicht werden. Skoda
Brüssel ·

Jedes Jahr will die Europäische Union rund 25.000 Verkehrstote und 140.0000 Schwerverletzte verhindern. Ihre Idee dafür: Hightech-Fahrhilfen. Ab 2022 soll jeder Neuwagen mit einer ganzen Reihe verpflichtender elektronischer Kontrollsysteme wie etwa Alkohol-Wegfahrsperren ausgestattet werden. Darauf hatten sich EU-Unterhändler geeinigt.

2017 kamen der EU-Kommission zufolge rund 25 300 Menschen auf Europas Straßen ums Leben. Die Behörde führt 90 Prozent aller Unfälle auf menschliches Versagen zurück. Mit den Gesetzesänderungen soll nun auch der Weg in eine fahrerlose Zukunft geebnet werden.

System greift in Motorsteuerung ein

Durch die sogenannte Intelligent Speed Assistence (ISA beziehungsweise zu Deutsch. intelligenter Geschwindigkeitsassistent) könnten laut EU dazu beitragen, jährlich tausende Tote zu vermeiden. Das System überwacht das Fahrzeug automatisch und gleicht die per GPS erfassten Geschwindkigkeits- und Navigationsdaten mit den Tempolimits ab, die für die jeweiligen Straßen zugelassen sind.

Auch Verkehrszeichen sollen durch das System erkannt und in die Berechnung eingeschlossen sein, berichtet „mobile.de”. Wer dauerhaft zu schnell unterwegs ist, wird zunächst akustisch und visuell mit Warntönen und -lampen gewarnt. Wer weiterhin zu schnell ist, wird abgebremst, indem ISA in die Motorsteuerung eingreift und das Fahrzeug auf die erlaubte Geschwindigkeit drosselt. Was genau unter „dauerhaft zu schnell” zu verstehen ist, wurde von der EU noch nicht abschließend geklärt, heißt es in dem Bericht.

Abruptes Bremsen gibt es nicht

Klar ist: Ein abruptes Abbremsen der Fahrzeuge soll es durch den Geschwindigkeitsassistenten nicht geben. Ansonsten würde beispielsweise Überholen auf einer Bundesstraße zu gefährlich werden.

Ab 2022 könnte dieser Geschwindigkeitsassistent in der EU für Neuwagen Pflicht sein. EU-Parlament und Europäischer Rat müssen noch zustimmen, was jedoch als sicher gilt. Eine Pflicht zur Nachrüstung soll es nicht geben, zumal das bei vielen Fahrzeugen technisch gar nicht möglich ist, wenn beispielsweise Navi oder Verkehrszeichenerkennung nicht installiert sind.

30 Assistenzsysteme sollen ab 2020 Pflicht werden, dazu zählen neben den Kontrollsystemen, die bei übermäßigem Alkoholkonsum den Start des Autos blockieren, auch Warnsysteme, die den Fahrer bei Müdigkeit oder Ablenkung alarmieren. Zudem sollen Kameras und Sensoren zum Rückwärtsfahren sowie Datenrekorder für Unfälle installiert werden – ähnlich den Blackboxes in Flugzeugen.

 

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Kommentare (5)

...in meinem Leben solche Neuwagen nicht mehr fahre. Computer sind genauso anfällig wie Menschen. Eine antriebslose, glückliche Herde, die nichts mehr erreichen will. Selbstverantwortung und Eigenständigkeit wird sogenannten Fahrassis überlassen.

Was soll dieser ganze Scheiss!? Ich kann und will selbst entscheiden, ob ich Gefahr laufe geblitzt zu werden oder nicht! Wer überwacht eigentlich diese Typen, die solchen Schwachsinn beschließen! Ich werte das, als Beschneidung meiner Grundrechte!

Leider geht es bei überhöhter Geschwindigkeit nicht nur um ihre Geldstrafe beim Geblitzt werde. Wenn sie zu schnell fahren riskieren sie das Leben anderer Menschen und tragen zu einer erhöhten Umweltbelastung bei. Das ist dann nicht mehr nur ihre Sache. Wenn sie zu schnell fahren wollen dann ist das System genau richtig für sie

Was soll dieser ganze Scheiss!? Ich kann und will selbst entscheiden, ob ich Gefahr laufe geblitzt zu werden oder nicht! Wer überwacht eigentlich diese Typen, die solchen Schwachsinn beschließen! Ich werte das, als Beschneidung meiner Grundrechte!

Es gibt scheinbar keine Fahrschulen mehr, die vernünftig ausbilden. Oder man resigniert vor der Individualität von Idioten.