CORONAVIRUS

So kann man Schutzmasken selbst nähen

Sie sind kein Allheilmittel, das gesichert vor Ansteckung schützt. Aber Masken können zur Eindämmung des Coronavirus beitragen. So können Sie die Masken selbst nähen.
So bunt kann effektiver Infektionsschutz aussehen. Diese Masken haben Hobby-Näherinnen nach einer Anleitung für Arzt
So bunt kann effektiver Infektionsschutz aussehen. Diese Masken haben Hobby-Näherinnen nach einer Anleitung für Arztpraxen in Neustrelitz und Mirow hergestellt. Fotos: Uta Arndt Uta Arndt
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (1)
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (1) Christian Sauerteig/Stadt Essen
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (2)
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (2) Christian Sauerteig/Stadt Essen
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (3)
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (3) Christian Sauerteig/Stadt Essen
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (4)
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (4) Christian Sauerteig/Stadt Essen
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (5)
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (5) Christian Sauerteig/Stadt Essen
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (6)
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (6) Christian Sauerteig/Stadt Essen
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (7)
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (7) Christian Sauerteig/Stadt Essen
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (8)
So kann man Schutzmasken selbst nähen. (8) Christian Sauerteig/Stadt Essen
Mirow.

Die sicherste Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus sei allen voran immer noch das Zuhause-Bleiben, betont die Mirower Hausärztin Dr. Uta Arndt. Dennoch bleibt es nicht aus, dass die Bürger weiterhin einen Fuß vor die Haustür setzen müssen, etwa auf dem Weg zur Arbeit oder um Einkaufen zu gehen. „In diesen Zeiten ist es ein Gebot der Höflichkeit, dann eine Mund-Nasen-Maske zu tragen“, sagt die Ärztin.

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Problem nur: Seit Ausbruch der Corona-Krise besteht ein immenser Beschaffungsengpass an Gesichtsmasken. Zusammen mit der Neustrelitzer Kinderärztin Dr. Cornelia Stahlknecht ist Uta Arndt daher die Idee gekommen, Masken nähen zu lassen. Die beiden Medizinerinnen hatten sich miteinander ausgetauscht, wie die praktische Weiterführung der Sprechstunden zu schaffen sei. „Um alle Beteiligten zu schützen, ist ein extrem hohes Maß an Hygiene notwendig“, erklärt Arndt. Dabei könne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) helfen, Ansteckungen zu vermeiden.

 

Es geht vor allem darum, dass potenzielle Virus-Träger die Maske tragen, und das seien zurzeit eigentlich alle Europäer, sagt Arndt. Mit einer gut sitzenden dreilagig genähten Maske und guter Händehygiene werde das Ansteckungsrisiko massiv verringert. „Wir kennen mit unseren Tests immer nur die vor Tagen infizierten Personen, die dann statistisch aber schon andere und die wiederum weitere Personen und so weiter angesteckt haben“, sagt Arndt. Nach einer Woche könne ein Infizierter ohne Gegenmaßnahmen so mitunter 1000 weitere Fälle zur Folge haben, wovon 150 schwer erkranken und 20 sterben könnten.

In der Bildergalerie erfahren Sie, wie man eine Maske selbst näht.

Auch Masken für Kinder

Cornelia Stahlknecht sei gleich zur Tat geschritten und habe eigene Modelle entwickelt. Schließlich stieß Anja Dahms, medizinische Fachangestellte in der Praxis von Uta Arndt, auf ein Schnittmuster, welches die Stadt Essen veröffentlicht hat. „Dann haben wir mehrere talentierte Patientinnen, Freundinnen und Kolleginnen befragt und sofort mehrere Zusagen erhalten. Innerhalb weniger Stunden wurden Dutzende Masken genäht“, berichtet Arndt. Einige der fleißigen Damen haben sogar Kindermasken entworfen. Die engagierten Helferinnen an den Nähmaschinen kommen aus den Regionen Neustrelitz, Mirow, Waren und Berlin.

Die Masken werden nun in den Praxen benutzt, sollen dann aber auch an die weitere Bevölkerung abgegeben werden. Beide Ärztinnen und ihre Unterstützerinnen versprechen sich von der Aktion eine geringere Zahl von Neuerkrankungen, wenigstens ein geringeres Tempo der katastrophalen Entwicklung der Neuansteckungen. Wenn etwa jeder Kunde im Supermarkt so eine gut sitzende Maske tragen würde und auch die Hände sauber wären, wären die Gefahren für die Kassiererinnen weitaus geringer.

Auch pflegende Angehörige sollten ihre Pflegebedürftigen so schützen. „Es sollte ein Zeichen des Respekts vor anderer Leute Gesundheit sein, in den nächsten Wochen wenigstens eine Mund-Nasen-Maske zu tragen und für eine ordentliche Handhygiene zu sorgen“, fordert Uta Arndt.

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