ENERGIEVERSORGER

So lässt sich die Stromrechnung senken

Die Strompreise klettern und klettern. Doch Verbraucher können gegen immer höhere Kosten ganz leicht etwas unternehmen.
dpa
Verbraucher können gegen stetig steigende Stromkosten etwas tun.
Verbraucher können gegen stetig steigende Stromkosten etwas tun. Jens Büttner
Bonn.

Stromanbieter müssen Preissteigerungen rechtzeitig ankündigen. Bei Kunden in der Grundversorgung muss die Information mindestens sechs Wochen vor der geplanten Preiserhöhung ankommen, erklärt die Bundesnetzagentur auf ihrer Homepage. Alle anderen Kunden müssen vor Ablauf der regulären Abrechnungsperiode über die Preissteigerungen informiert werden.

Bei Preisanstieg haben Kunden Sonderkündigungsrecht

Die gute Nachricht: Hebt der Energieversorger die Preise an, haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht – egal wie lange der Vertrag eigentlich noch laufen sollte. Auf dieses Sonderkündigungsrecht müssen Verbraucher in der Ankündigung der Preissteigerung hingewiesen werden. Wer noch in der Grundversorgung ist, kann seinen Vertrag jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen beenden.

Wichtig zu beachten: Wer von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen möchte, sollten die Kündigung selber vornehmen und sie nicht dem neuen Versorger überlassen. Die Kündigung sollten immer per Einschreiben verschickt werden. Außerdem sollten sich Verbraucher rechtzeitig nach der Kündigung einen neuen Energielieferanten suchen. Ansonsten fallen sie nach Vertragsende in die Grundversorgung.

Vergleichsrechner erleichtern die Suche nach neuem Anbieter

Einen neuen Anbieter suchen Verbraucher am besten über Vergleichsrechner im Internet. Allerdings sollten sie die Voreinstellungen prüfen, rät die Stiftung Warentest. Kriterien wie „Bonus einrechnen” zum Beispiel sollten Kunden wegklicken. Nach einer Preisabfrage ist es ratsam, sich die Details anzuschauen. Prüfen sollten Kunden, wie hoch der monatliche Abschlag sein wird und was der Tarif ohne einen Bonus kosten würde.

Bequeme Kunden können auch einen Wechselservice in Anspruch nehmen. Der Dienstleister sucht jedes Jahr ein gutes und günstiges Angebot heraus. Kunden können dadurch oft Geld sparen. Allerdings verlangen die Wechseldienste mitunter eine Provision.
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Kommentare (1)

Wer jeden Monat jeden Cent dreimal umdrehen muss bevor er ihn ausgibt, sollte auf die verlockenden Boni der Stromanbieter verzichten. Die monatlichen Abschläge mit einmaliger Bonuszahlung sind höher als die monatlichen Abschläge ohne einmalige Bonuszahlung. Wer genau vergleicht stellt fest, man macht als Kunde weder Gewinn noch Verlust, wenn man Boniangebote in Anspruch nimmt. Effektiv kommt man auf denselben Preis wie ohne Boni. Die Stromanbieter verschenken nichts an die Kunden. Das sind Kaufleute wie du und ich.