FINANZEN

So verlängert man die Frist für die Steuererklärung

Bis spätestens 31. Juli muss die Steuererklärung abgegeben werden, sonst drohen Strafen. Doch die Frist lässt sich ganz einfach verlängern.
Wer mit seiner Steuererklärung spät dran ist, sollte sich zügig mit dem Finanzamt in Verbindung setzen.
Wer mit seiner Steuererklärung spät dran ist, sollte sich zügig mit dem Finanzamt in Verbindung setzen. Jens Büttner
Neubrandenburg.

Wer seine Steuererklärung zu spät abgibt, der riskiert einen Verspätungszuschlag oder eine Schätzung durch das Finanzamt. Daher kann es hilfreich sein, sich kurz vor der am 31. Juli ablaufenden Abgabetermin noch schnell eine Fristverlängerung genehmigen zu lassen. „Ein formloses Schreiben ans zuständige Finanzamt genügt”, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler dem Nordkurier.

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In dem Schreiben sollte man den Behörden einen Vorschlag für eine neue Frist unterbreiten. „Wenn man seine Steuererklärung bisher immer pünktlich abgegeben hat und sich der Vorschlag im Rahmen hält, also zum Beispiel bis Ende August oder Ende September, dann wird die Fristverlängerung in der Regel auch gewährt”, erklärt Klocke.

Mit Steuerberater hat man bis nächstes Jahr Zeit

Wichtig dabei: Man solle dem Finanzamt einen nachvollziehbaren Grund für die verspätete Einreichung angeben. „Das können eine Krankheit oder berufliche Erschwernisse aufgrund von Corona sein, oder es könnten noch notwendige Unterlagen für die Steuererklärung fehlen”, so Klocke. Häufig würden Finanzämter nicht reagieren.

Daher sei es notwendig, die Behörden darauf hinzuweisen, dass man in Abwesenheit einer anderslautenden Mitteilung von einer erfolgreichen Fristverlängerung ausgehe. Wer überhaupt nichts mehr mit der Steuererklärung zu tun haben möchte, der kann auch einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein einschalten. In diesem Fall verlängert sich die Frist ohnehin automatisch bis Ende Februar 2021.

Bürger bekommen durchschnittlich 900 Euro zurück

Als Faustregel gilt aber auch hier: Je später man die Steuererklärung abgibt, desto länger muss man auf seine Rückzahlung warten – in Mecklenburg-Vorpommern beträgt diese durchschnittlich immerhin 900 Euro.

Das Schweriner Finanzministerium rät, den nahenden Abgabetermin so weit es geht einzuhalten. Der Lohnsteuerjahresausgleich komme einem vorher immer viel schwieriger und aufwendiger vor, als er dann tatsächlich sei, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Mit den notwenigen Unterlagen und einer erklärenden Steuersoftware sei die Aufgabe normalweise aber schnell bewältigt.

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