Winterquartier

Vergeilen Ihre Pflanzen? So retten Sie die Gartenpracht!

Wie geht es Ihren Kübelpflanzen im Winterlager, treiben sie aus und bilden neue Triebe? Das ist nur für Läuse, Milben und Fliegen ein gutes Zeichen. Was Sie tun können, um die Pflanzen zu retten.
dpa
Treiben Topfpflanzen aus dem Garten, die im Haus überwintern, stark aus, ist das Klima nicht gut für sie.
Treiben Topfpflanzen aus dem Garten, die im Haus überwintern, stark aus, ist das Klima nicht gut für sie. Caroline Seidel
Berlin

Frostempfindliche Garten- und Balkonpflanzen im Topf müssen den Winter über im Haus verbringen. Das ist aber kein Urlaub für sie – im Gegenteil. Oft sind die Bedingungen dort so schlecht, dass sie Schäden erleiden. Etwa das Vergeilen.

Das passiert, wenn das eingelagerte Grün aus dem Garten über längere Zeit zu wenig Licht erhält. Kommt noch zu viel Wärme im Lagerraum hinzu, wachsen die Triebe im Winter weiter – aber nur schlecht. Sie werden unter diesen Bedingungen oft viel zu lang, eher dünn und zu weich.

Schädlinge können leichter angreifen

Solche vergeilten Triebe sind schwächer und anfälliger für Schädlinge als jene, die zur Wachstumsphase ab Frühjahr unter normalen Bedingungen entstehen. Gerade Blattläuse befallen vergeilte Triebe gerne, aber auch Schildläuse, Woll- oder Schmierläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen. Oft kommen diese Schädlinge mit aus dem Garten ins Winterlager und können sich hier in aller Ruhe vermehren.

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Man verhindert das Vergeilen, indem man den Topfpflanzen aus dem Garten, von Balkon und Terrasse ein Winterquartier bietet, dass kühl und hell ist. So ist zum Beispiel im Keller jeder Lichtstrahl wichtig, erläutern die Experten der Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Gardinen sollten von Fenstern entfernt werden, gleiches gilt für Schneehaufen, die sich von außen an den Scheiben auftürmen.

Kondenswasser von den Fensterscheiben entfernen

Kann man zwar ein kühles, aber zugleich dunkles Winterlager bieten, werden die Zimmerpflanzen dort am besten zur absoluten Ruhe verdammt, so die Experten weiter. Man sollte die Töpfe nicht mal drehen oder umstellen und auch nur sparsam gießen.

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Sie raten bei einer Lagertemperatur von acht bis zehn Grad zum Gießen alle 14 Tage und bei Bedingungen von unter zehn Grad sogar nur zu einer Wassergabe alle vier Wochen. Handelt es sich um laubabwerfende Pflanzen wie die Geranie, sollte man sogar nur Wasser geben, wenn die Erde sich schon vom Topfrand löst.

Ist der Übergangsort hingegen relativ warm wie etwa in einem Wintergarten, sollte man ebenfalls darauf achten, dass der Lichteinfall nicht reduziert wird. So sollte man zum Beispiel verhindern, dass die Scheiben durch Kondenswasser beschlagen oder dieses immer rasch abziehen.

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