MEDIZIN

Viele Frauen nehmen die Pille falsch

21 Tage Hormone nehmen, sieben Tage pausieren. Das ist die monatliche Routine bei Millionen Pillen-Anwenderinnen. Medizinisch ist das allerdings fraglich, sagen Gynäkologen.
Nordkurier Nordkurier
Die Pille ist seit gut 60 Jahren als Verhütungsmittel auf dem Markt. Andrea Warnecke
Berlin.

Die Fakultät für Sexual- und Fortpflanzungsmedizin am Royal College in London hat neue Richtlinien für die Antibabypille veröffentlicht, die Sprengkraft besitzen. Nach Angaben der Fakultät gibt es keinen Grund für eine Pause bei der Einnahme der Pille. Frauen könnten daher in Absprache mit ihrem Gynäkologen selbst entscheiden, ob sie die Pille einfach durchnehmen und die Monatsblutung wegfallen lassen.

Zumindest in Deutschland ist diese Einschätzung nicht neu. Unter anderem der Berufsverband der Frauenärzte erklärte bereits 2004, dass die monatliche Einnahmepause "in Hinblick auf Sicherheit und Verträglichkeit der Pille zu keiner Zeit erforderlich" sei.  Doch warum gibt es dann überhaupt diese Pause? Der Berufsverband der Frauenärzte erklärte das so:

"Mit der Einführung der Pille vor mehr als 40 Jahren wurde bewusst der 21(Pillen) + 7 –Tage (Pause)–Rhythmus gewählt, um den Anwenderinnen den Eindruck von ”Natürlichkeit” zu vermitteln. Es wird viel zu wenig beachtet, dass diese monatlichen Blutungen keine normalen Regelblutungen, sondern künstlich herbeigeführte Hormonentzugsblutungen sind."
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