„NINA”

Warum die Katastrophen-App in der Corona-Krise nicht funktioniert hat

Die App „Nina” wurde genau für solche Krisen erfunden: Doch die Meldungen zu Corona-Infektionszahlen waren zunächst irreführend und falsch. Inzwischen wurde nachgebessert, so das Innenministerium.
Inzwischen funktioniert die App richtig. In den ersten Tagen stand dort statt „Gefahreninformation” „Entwarn
Inzwischen funktioniert die App richtig. In den ersten Tagen stand dort statt „Gefahreninformation” „Entwarnung” – ein Widerspruch. Simon Voigt
Neubrandenburg.

Jeden Tag gibt das Gesundheitsministerium von Mecklenburg-Vorpommern neue Zahlen über die Corona-Infektionen im Land heraus – und diese Informationen sind von der Bevölkerung derzeit heiß begehrt. Ein Weg, die Zahlen zu verbreiten, ist die Katastrophenwarn-App „Nina”. Sie wird seit 2015 vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Verfügung gestellt, damit Behörden schnell Warnungen an die Bevölkerung schicken können. Das Akronym „Nina” steht für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App”.

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Nutzer können in der App ihren Wohnort eingeben und bekommen dann aktuelle Warnungen für Ereignisse in ihrer Nähe. Bislang wurden über die App in Mecklenburg-Vorpommern Warnungen von den zuständigen Behörden vor Unwetter, Stürmen, Waldbränden oder Hochwasser verschickt. Dazu gab es Handlungsanweisungen für die Bürger. Das hat auch alles gut funktioniert. In Zeiten der Coronakrise kommt noch eine weitere Bedeutung hinzu: Aufklärung zur Ausbreitung des Virus. Als die ersten Fälle in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet worden sind, hat das aber nur unzureichend funktioniert. Die Meldungen per „Nina” aus dem Lagezentrum im Innenministerium waren oft irreführend, etwa mit einer „Entwarnung” überschrieben, obwohl es sich um eine Warnung handelte. Das Innenministerium verwies auf Anfrage zunächst auf Software-Probleme, die keine andere Bedienung zuließen.

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Software ausgebessert

Inzwischen wurde an dieser Stelle nachgebessert. „Die Probleme waren der Technik geschuldet und sind nun behoben”, versicherte am Donnerstag eine Sprecherin des Innenministeriums in Schwerin. Sie verwies auch auf andere Wege, über die sich die Bürger über die aktuelle Infektionslage informieren können: die Internetseite der Landesregierung, Pressemitteilungen und die Social Media-Kanäle der Landesregierung.

Auch wenn das Land Mecklenburg-Vorpommern am Anfang zunächst nicht mit der Technik zurande kam, gab es wenigstens den Versuch, die App zu nutzen. Im benachbarten Brandenburg zum Beispiel wird sie für die Corona-Krise überhaupt nicht eingesetzt.

Die App „Nina” gibt es kostenlos im Apple Appstore oder im Play-Store von Google.

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