Spritpreise an einer Tankstelle in Neubrandenburg am 18. November 2022.
Spritpreise an einer Tankstelle in Neubrandenburg am 18. November 2022. Zoltán Szabó
Diesel und Benzin

Warum die Spritpreise jetzt fallen

Benzin und Diesel sind an deutschen Tankstellen zuletzt deutlich günstiger geworden. Das hat gleich mehrere Gründe – und Autofahrer können sogar selbst etwas tun.
Neubrandenburg

Diesel ist so günstig wie seit Monaten nicht mehr. Der Preis ist im Vergleich zur Vorwoche noch einmal kräftig gesunken – auf den niedrigsten Wert seit August. Das teilte der ADAC am Mittwoch mit. Eine aktuelle Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeige demnach, dass der Liter Diesel im Mittel 1,964 Euro kostet – ein Rückgang von 10,1 Cent. Ebenfalls spürbar günstiger sei auch Benzin. Für einen Liter Super E10 mussten demnach Autofahrer im Schnitt 1,849 Euro bezahlen und damit 6,1 Cent weniger.

„Die Preise bewegen sich im Moment in die richtige Richtung. Offenbar greift der Wettbewerb wieder etwas besser“, sagt dazu bereits am Montag der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Jürgen Albrecht. Es sei aber noch viel Luft nach unten, betont er: „Die Preise sind nach wie vor überhöht – besonders stark bei Diesel.“

Mehr zum Thema Tanken gibt es auf unserer Themenseite.

Industrie hatte große Nachfrage nach Diesel

Dass die Preise nachgeben, führt er auf verschiedene Faktoren zurück. „Bei Benzin dürfte sich auch die traditionell niedrigere Nachfrage im vierten Quartal bemerkbar machen – das ist gut für den Wettbewerb“, sagt Albrecht. „Bei Diesel hatte zuletzt zusätzliche Nachfrage aus der Industrie als Ersatz für Gas die Preise stark getrieben. Es deutet einiges darauf hin, dass ein großer Teil dieser Nachfrage im Moment gestillt ist, so dass die Preise wieder fallen.“

Dazu passe, dass auch die Heizölpreise zuletzt deutlich nachgegeben haben, sagt der Experte. Diese sind im Nordosten im Vergleich zur Vorwoche wieder gefallen, verbleiben aber auf sehr hohem Niveau. Nach Angaben des Portals „easyoil.com“ mussten Kunden am Freitag beim Kauf von 2000 Litern mit einem Preis von 139,37 bis 143,04 Euro je 100 Liter (Vorwoche 146,73 bis 147,62 Euro) rechnen.

Wie es mit den Preisen weitergehe, hänge von vielen Faktoren wie den Temperaturen und politischen Entwicklungen ab, sagte Albrecht. Er macht Autofahrern aber etwas Hoffnung: „Wenn nichts dazwischenkommt, könnten wir dank des wieder einsetzenden Wettbewerbs am Anfang einer Normalisierung stehen. Der Weg ist aber noch weit.“

Weiterlesen: 12 Cent Unterschied beim Dieselpreis am Haff

Was Autofahrer tun können

Autofahrer können laut ADAC auch selbst einen Beitrag leisten, um den Wettbewerb und damit auch den Preisrückgang an den Zapfsäulen weiter zu befeuern, indem sie sich beim Tanken preisbewusst verhalten. Der Automobilclub empfiehlt, sich vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise im Umkreis zu informieren. Dann solle man die gezielt die günstigste Tankstelle ansteuern und am besten abends zwischen 20 und 22 Uhr tanken.

Auswertungen würden zeigen, dass man abends im Schnitt zwölf Cent je Liter gegenüber den Morgenstunden sparen könne, so der ADAC.

zur Homepage

Kommentare (1)

Spritpreise und die Besteuerung...steht doch dran an den Zapfsäulen...das sollte kein Autofahrer aus dem Gedächtnis verlieren!!! Ganz gleich ob Abends oder Sontags...wann auch immer!
So lange der Staat bei ca. 75 % des Preises pro Liter an Steuern richtig gut mit verdient wird sich Nichts ändern!
Und diese Schlauberger der Automobilclubs, wie ADAC, ACE usw. haben keine Lust an der Aufklärung...mal sollen wir auf den Autobahnen Tempo 100 bis Weihnachten fahren, mal sollen wir E-Autos kaufen...wovon?
Was ist an diesen E-Autos eigentlich nachhaltig?
Und der Strom ist ja auch teurer geworden...
Früher hatte ich in der Schule z. Bsp. einen Physiklehrer, der hat mir das erklärt...heute haben wir in der Regierung Studienabbrecher im Fach Jura...was soll dabei heraus kommen?
Doch so dumm kann doch der Autofahrer gar nicht sein...