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Welche Städte und Orte sind als Atommüll-Endlager geeignet?

Am Montag wurde bekannt gegeben, welche Gebiete in Deutschland als Endlager für Atommüll geeignet sind. Hier finden Sie heraus, ob in Ihrem Ort oder Dorf ein solches Lager entstehen könnte.
Diese Gebiete in MV sind geologisch für ein Endlager geeignet.
Diese Gebiete in MV sind geologisch für ein Endlager geeignet. Bundesgesellschaft für Endlagerung
Berlin.

Am Montag wurde die sogenannte „weiße Landkarte” in Deutschland bunt eingefärbt. Der erste Schritt auf dem langen Weg hin zu einem Endlager für Atommüll ist damit getan. „Ein heute ausgewiesenes Teilgebiet ist noch lange kein Standort für ein Endlager”, betonte jedoch Steffen Kanitz, der Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung auf einer Pressekonferenz am Montag. Er sagte, dass sich der Boden in Deutschland gut für die dauerhafte und sichere Lagerung für Atommüll eigne.

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In den vergangenen drei Jahren wurden mehr als eine Million Datensätze aus ausdrücklich allen Gebieten in Deutschland nach festen Kriterien ausgewertet, um den sichersten und bestmöglichen Standort für ein Endlager zu finden. Sehr viele Gebiete in Deutschland (54 Prozent der gesamten Fläche) sind demnach nach geologischen Kriterien für ein solches Lager geeignet.

Auch zahlreiche Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern sind geologisch für ein Endlager geeignet. Mehr dazu finden Sie hier. Schon vorab hatte es darüber viele Spekulationen und Gerüchte geben.

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Karte mit allen potentiellen Gebieten für ein Atommüll-Endlager

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Stadt oder Ihr Ort zumindest theoretisch für ein Endlager für Atommüll in Betracht kommt, finden Sie hier die interaktive Karte der Bundesgesellschaft für Endlagerung. Hier können Sie einfach in die Karte der Teilgebiete zoomen. Alternativ können Sie Ihre Postleitzahl oder Ihre Stadt in der Suche (Lupensymbol) eingeben und sehen dann das entsprechende Ergebnis.

Schon vorab war bekannt geworden, dass der Salzstock Gorleben in Niedersachsen komplett aus dem Rennen ist. Die aktuelle Liste ist ausdrücklich keine Vorfestlegung auf einen Standort, sie wird nun nach wissenschaftlichen Kriterien weiter nach und nach eingegrenzt. Es ist aber nunmehr klar, in welchen Gebieten nach geologischen Kriterien kein Endlager entstehen wird. Hier dürften die Menschen also aufatmen.

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Das Endlager soll unterirdisch in Salz, Ton oder Kristallin, also vor allem Granit, entstehen. 2031 soll der Standort gefunden sein, ab 2050 sollen Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden.

Der Bericht listet erst einmal alle Regionen in Deutschland auf, "die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle erwarten lassen", so schreibt es das entsprechende Gesetz vor. Deswegen sind es noch ziemlich viele und teils auch recht große Gebiete. Konkreter wird es erst in den kommenden Jahren. Aus den Teilgebieten werden sogenannte Standortregionen ausgewählt, die übertägig genauer erkundet werden. Einige davon werden dann auch untertägig erforscht.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung wird nun Vorschläge bzw. Empfehlungen abgeben, in welchen Gebieten jetzt auch obertägige Erkundungen für ein Endlager gemacht werden sollten. Dabei werden dann nicht mehr ausschließlich geologische Kriterien, sondern auch andere wie die Siedlungsdichte, die technische Machbarkeit und das Vorhandensein von Naturschutz- oder Überschwemmungsgebieten, berücksichtigt. Der Gesetzgeber entscheidet dann nach einer gesetzlichen Überprüfung, wo dies tatsächlich geschehen soll. Gleiches passiert dann danach für einen untertägige Erkundung.

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