Schule schwänzen für den Urlaub? Das wird in Mecklenburg-Vorpommern mit bis zu 2500 Euro bestraft.
Schule schwänzen für den Urlaub? Das wird in Mecklenburg-Vorpommern mit bis zu 2500 Euro bestraft. Gemma Ferrando
Winterferien

Welche Strafe droht beim Schwänzen der Schule für den Urlaub?

Um Kosten zu sparen, fliegen einige Eltern schon in den Urlaub bevor die Ferien begonnen haben – oder kommen erst nach Beginn des neuen Halbjahres wieder. Doch welche Konsequenzen hat das unerlaubte Fehlen?
Neubrandenburg

Die Winterferien stehen kurz bevor und für viele steht eine Reise in andere Länder auf dem Plan. Doch während der Schulferienzeit kann das schon mal ganz schön teuer werden. Darum entscheiden sich einige Eltern bereits einige Tage vor der Zeugnisübergabe in den Urlaub zu starten. Doch was passiert, wenn Eltern und Schüler erwischt werden – beispielsweise auf Nachfrage der Schulleitung oder bei Kontrollen auf Flughäfen?

Schulschwänzen ist eine Ordnungswidrigkeit

Grundsätzlich gilt: „Bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern sind die Eltern dafür verantwortlich, dass die Schulpflicht eingehalten wird”, besagt das Schulrecht in Mecklenburg-Vorpommern (MV). Und weiter: „Die Verletzung der Schulpflicht ist eine Ordnungswidrigkeit, die laut Schulgesetz mit einer Geldbuße bis zu 2.500 Euro geahndet werden kann.”

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Damit steht MV weit oben im Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Schulpflicht – zusammen mit Brandenburg und Berlin. In einigen anderen Bundesländern kommen Eltern mit einem Bußgeld von 1000 bis 1500 Euro davon. Für alle Bundesländer gilt jedoch, dass alle Schüler und Schülerinnen bis zur 9. Klassen schulpflichtig sind.

Eltern können Schulbefreiung beantragen

Allerdings gibt es für Eltern die Möglichkeit, eine Schulbefreiung zu beantragen. Im Sekretariat der zuständigen Schule erhalten Eltern einen Antrag und können nach Prüfung der Schulleitung eine Bescheinigung erhalten. Doch diese wird in den wenigsten Fällen wegen ein paar Euro weniger Reisekosten ausgestellt.

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Im Normalfall ist für eine Schulbefreiung ein konkreter Grund anzuführen – beispielsweise wenn die Eltern beruflich auf Reisen sind oder ein Verwandter in einem anderen Land heiratet. Und es gilt: Der Schüler oder die Schülerin dürfen in dem Zeitraum der Befreiung nicht zu viel Unterrichtsstoff versäumen.

 

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Kommentare (1)

Welcher Kinder- und Familienhasser verfasst solche Artikel? Haben Kinder und Familien nicht schon genug durch die C-Maßnahmen und die von der Regierung gemachte Krisen gelitten? Abgesehen vom einem Bildungssystem, welches seinen Namen nicht wert ist. Wo dann drei Tage vor den Ferien auch nur noch Beschäftigung oder Halligalli betrieben wird oder der Unterricht gar ausfällt, weil auch hier die Regierungsverantwortlichen nichts auf die Reihe bekommen. Aber den braven Steuerzahler drohen und diesen bestrafen geht immer. Hier in der Rubrik "Ratgeber".