CORONA-MAßNAHMEN

Wie kann ich von Corona betroffenen Menschen helfen?

Theater-Proben, Ehrenamt und keine Lust mehr auf Kurzarbeit: Der Nordkurier hat wieder Leserfragen rund um Corona-Regelungen beantwortet.
Wer Menschen in der Corona-Krise helfen will, kann sich im Internet unter www.zusammengegencorona.de informieren und einen Job
Wer Menschen in der Corona-Krise helfen will, kann sich im Internet unter www.zusammengegencorona.de informieren und einen Job wie zum Beispiel als Verpacker oder Lieferant einer Tafel finden. Britta Pedersen
Schwerin.

Wir sind zwei Erzieherinnen einer kleinen Kita in Röbel und wollen traditionell mit etwa fünf Eltern für eine Nikolausfeier mit den Kindern ein Märchen aufführen. Dürfen wir das Stück überhaupt proben, denn es ist ja schwierig, bei einer Theateraufführung den Mindestabstand einzuhalten?

Die Aufführung eines Weihnachtsmärchens in einer Kindertagesstätte ist nach den aktuellen Corona-Hygienebestimmungen prinzipiell möglich, wie das Sozialministerium MV bestätigte. Eine solche schöne Tradition sollte – sofern realisierbar – auch in diesem Jahr fortgesetzt werden, sagte eine Ministeriumsprecherin.

Dabei sei aber zu beachten, dass mit Ausnahme der Kinder im Vorschulalter bei den Proben eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmern nicht eingehalten werden könne. Auch im Übrigen werde das Tragen einer Maske empfohlen.

Für die Märchenaufführung muss ein Hygiene- und Sicherheitskonzept erarbeitet und gegebenenfalls auf Anforderung der Gesundheitsbehörde vorgelegt werden. Auch bei der Aufführung des Weihnachtsmärchens muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, auch bei den Zuschauern, mit Ausnahme der Angehörigen eines eigenen Hausstandes.

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Jetzt, wo die Infektionszahlen und die Quarantänefälle wieder steigen, würde ich mich gern engagieren und betroffenen Menschen helfen. Wohin kann ich mich wenden?

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, älteren Menschen, Risikopatienten oder von Quarantäne betroffenen Menschen zu helfen. Über die Website www.zusammengegencorona.de zum Beispiel kann sich jeder, der das möchte, darüber informieren und je nach seinen Möglichkeiten und Voraussetzungen den richtigen „Hilfs-Job“ finden.

 

Ich bin mit meiner fortwährenden Kurzarbeit infolge der Corona-Pandemie nicht mehr einverstanden und stimme ihr deshalb nicht mehr zu. Kann mir mein Arbeitgeber dann kündigen?

Grundsätzlich darf er das nicht. Wenn jedoch eine Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in dem mit ihm vertraglich vereinbarten Umfang nicht möglich ist, muss der Arbeitnehmer zumindest mit einer Änderungskündigung zur Herabsetzung der Arbeitszeit oder einer Kündigung aus betriebsbedingten Gründen wie zum Beispiel Kurzarbeit Null rechnen. Für diese betriebsbedingten Kündigungen sind aber im Einzelfall die Voraussetzungen des Kündigungsschutzgesetzes zu prüfen.

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Für die Bemessung der Kurzarbeit in einem Betrieb gilt grundsätzlich, dass die Arbeitszeit nicht für alle Beschäftigten gleichermaßen reduziert werden muss. Unterschiede wegen der Art der Tätigkeit oder der Qualifikation können gemacht werden.

Es kommt immer auf den Ausfall der Arbeit an. Wenn für bestimmte Arbeitnehmer kein Arbeitsausfall zu verzeichnen ist, müssen diese auch keine Kurzarbeit leisten. Die Reduzierung sollte aber bei gleicher Arbeit und Qualifikation im gleichen Maße erfolgen, um dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz gerecht zu werden.

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