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Shisha-Pfeife rauchen

Wie schädlich die Wasserpfeife wirklich ist

Neubrandenburg / Lesedauer: 1 min

Bisher galt der Dampf der Wasserpfeife gemeinhin als gesündere Alternative zur Zigarette. Laut Experten ist das ein Irrtum. Und das hat Folgen auch für Nichtraucher.
Veröffentlicht:28.05.2019, 19:08

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Mehr als 4500 Shisha-Bars gibt es mittlerweile in Deutschland, die meisten in Metropolen wie Berlin, Hamburg oder Köln. Doch längst gibt es auch einige solcher Wasserpfeifen-Lounges im Nordosten. Kardiologen haben nun auf die Gefahren des Wasserpfeife-Rauchens aufmerksam gemacht.

Demzufolge ist die Shisha-Pfeife keine gesündere Alternative zur Zigarette. Mit jedem Zug an der Wasserpfeife steigt nicht nur das Risiko von Krebs- und Atemwegserkrankungen, sondern auch von Herz-Kreislauf-Problemen bis hin zum Herzinfarkt. Darauf weist der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) hin.

Wasser filtert Schadstoffe nicht

Tabak brennt in einer Shisha nicht wie in der Zigarette, sondern schwelt. Dabei entstehen aber ebenfalls Stoffe, die krebserregend oder anderweitig schlecht für den Menschen sind. Das Wasser der Shisha filtert diese Schadstoffe dabei nicht, erklärt der BNK. Das sei ein weit verbreiteter Irrglaube.

Passivrauchen auch in Shisha-Bar ungesund

Tatsächlich gelangen Stoffe wie Nikotin, Benzol oder Teer beim Shisha-Rauchen ungefiltert in die Lunge – und das in erheblichem Umfang. Denn die Zahl der Züge ist beim Shisha-Konsum meist höher als beim Rauchen einer Zigarette, außerdem ist das Volumen jedes einzelnen Zugs größer. Der Nikotinkonsum einer Shisha-Runde ist daher in etwa so hoch wie beim Rauchen von zehn Zigaretten. Die Pfeife einfach weiterzureichen schützt übrigens nur teilweise: Passivrauchen ist auch in der Shisha-Bar ungesund.