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Wie werden die neuen Corona-Regeln umgesetzt?

Was öffnet am Montag? Wie unterscheiden sich die Regionen? Wie läuft die Terminvergabe fürs Einkaufen? Kann ich nach Rostock zum Einkaufen fahren? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es hier.
dpa
Bund und Länder hatten sich bereits vor einigen Tagen auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen verständigt.
Bund und Länder hatten sich bereits vor einigen Tagen auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen verständigt. Bernd Wüstneck
Schwerin ·

Bund und Länder hatten sich bereits vor einigen Tagen auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen verständigt. Nach langen Beratungen ist nun klar, was sich in Mecklenburg-Vorpommern ändert. Antworten zu einigen wichtigen Fragen:

Welche Bereiche öffnen am Montag?

Buchläden, Außenbereiche von Zoos und Tierparks öffnen landesweit, körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik oder Fußpflege sind dann auch landesweit möglich, zuvor war dies nur in einzelnen Regionen der Fall. Der Einzelhandel kann unter Auflagen ebenfalls landesweit wieder öffnen. Allerdings muss in den meisten Regionen vorher ein Termin zum Shoppen vereinbart werden, in Rostock und im Landkreis Vorpommern-Rügen ist dies nicht der Fall.

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Welche Unterschiede gibt es?

In Regionen mit mehr als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage sind keine Öffnungen von Museen, Ausstellungen oder Lockerungen beim Sport vorgesehen. In Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 50 können etwa Museen, Ausstellungen und Bibliotheken wieder öffnen, Sport ist im Freien in kleinen Gruppen mit maximal zehn Menschen erlaubt. Bei Inzidenzwerten zwischen 50 und 100 sind Öffnungen von unter anderem Museen ebenfalls möglich, allerdings muss dort vorher ein Termin gebucht werden. Individualsport ist dann mit maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten erlaubt, Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

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Wie sieht es mit Kontaktbeschränkungen generell aus?

Treffen von maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten sind erlaubt, Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Wenn ein Paar nicht zusammen in einer Wohnung lebt, zählt es dennoch als ein Haushalt. Diese Regel ist landesweit gleich.

Wie läuft das mit der Terminvergabe beim Einkaufen im Einzelhandel?

In allen Regionen des Bundeslandes außer der Hansestadt Rostock und Vorpommern-Rügen muss für das Einkaufen vorher ein Termin vereinbart werden. Ob das alle Geschäfte anbieten, erscheint fraglich, da der Aufwand von einigen Wirtschaftsvertretern als sehr hoch eingeschätzt wurde. Kunden und Geschäfte müssen sich dann vorab, etwa auf digitalem oder telefonischem Weg auf einen Termin verständigen, wann dort eingekauft werden kann.

Darf ich in eine Region fahren, wo das Einkaufen ohne Terminvergabe möglich ist?

Die Landesregierung appelliert dazu, dies nicht zu tun. Man soll in der Region einkaufen, in der man auch wohnt. Ministerpräsidentin Schwesig betonte auch, dass dies nur schwer zu kontrollieren sei.

Ab wann drohen wieder schärfen Maßnahmen?

Dies ist vor allem der Fall, wenn landesweit mehr als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen festgestellt worden sind. Dies muss an drei aufeinanderfolgenden Tagen der Fall sein. Dann werden etwa die Kontaktbeschränkungen wieder verschärft und ein Haushalt darf sich nur noch mit einem Menschen treffen. Dann sind ebenfalls Einschränkungen beim Handel vorgesehen. Von diesem Szenario ist das Bundesland noch ein gutes Stück entfernt, der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt seit längerer Zeit bei landesweit zwischen 60 und 70.

Wo ist ein Corona-Schnelltest möglich?

Dieser Test muss vom geschulten Personal genommen werden. Der Schnelltest soll etwa in den landesweiten Impfzentren sowie den rund 400 Apotheken im Bundesland möglich sein. Allerdings ist hier laut Gesundheitsministerium noch mit deutlichen Engpässen in der kommenden Woche zu rechnen, weil derzeit noch recht wenige dieser Tests vorhanden sind.

Was hat es mit der Luca-App auf sich?

Für diese App hat die Landesregierung nach eigenen Angaben eine Lizenz erworben. Mit dieser App sind große Hoffnungen verbunden, dass die Kontaktnachverfolgung einfacher und lückenloser möglich ist. Dafür müssen sich Smartphone-Besitzer im App-Store von Apple oder Google die Luca-App herunterladen und dort ihre persönlichen Kontaktdaten eintragen. Auch hier könnten sich die User als „Donald Duck” registrieren. Im Unterschied zur Gästeliste aus Papier wird aber die Mobilfunknummer mit einer SMS gecheckt, so dass die Gesundheitsämter immerhin wüssten, unter welcher Telefonnummer „Donald Duck” nach einem Risiko-Vorfall erreicht werden kann. Nähere Details sollen in den kommenden Tagen dazu folgen.

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Kommentare (1)

Das schafft die Landesregierung unter Ela.