Ab nächstes Jahr steht mehr Menschen in Deutschland Wohngeld zu.
Ab nächstes Jahr steht mehr Menschen in Deutschland Wohngeld zu. Sebastian Gollnow
Der Antrag muss bei der Wohngeldstelle gestellt werden.
Der Antrag muss bei der Wohngeldstelle gestellt werden. Bodo Marks
Zuschuss

Wohngeld beantragen – so geht es richtig

Wer wenig verdient, hat besonders in größeren Städten Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Diesen Menschen soll das Wohngeld helfen. Nur wo gibt es das?
dpa
Berlin

Ab dem kommenden Jahr sollen mehr Menschen größere finanzielle Unterstützung fürs Wohnen bekommen – Wohngeld ist das Stichwort. Bezugsberechtigt ist, wessen Haushaltsgesamteinkommen unter einer bestimmten Grenze liegt.

Mehr zum Thema: Zwei Millionen Bürger sollen Wohngeld bekommen

Für Mieterinnen und Mieter gibt es dann den sogenannten Mietzuschuss, für Eigentümerinnen und Eigentümer den sogenannten Lastenzuschuss. Wie hoch die Zuwendung ausfällt, hängt vom Einkommen, der Miethöhe, der Anzahl der Haushaltsmitglieder und dem Wohnort ab.

Antrag nimmt zuständige Wohngeldbehörde entgegen

Wer prüfen möchte, ob er wohngeldberechtigt ist und wie hoch der Zuschuss ausfallen könnte, kann für einen ersten Überblick den Wohngeldrechner des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen nutzen. Bislang sind rund 600.000 deutsche Haushalt bezugsberechtigt, mit der Reform soll die Zahl ab Januar auf zwei Millionen Haushalte anwachsen.

Der Antrag auf Wohngeld wird bei der zuständigen Stadt- oder Kreisverwaltung gestellt, konkret bei der Wohngeldbehörde. Antragsformulare gibt es in Papierform oder online auf der Webseite der jeweiligen Stadt oder des jeweiligen Kreises. Auf den Antrag reagiert die Behörde laut Stiftung Warentest innerhalb von drei bis sechs Wochen schriftlich.

Viele Menschen machen vom Angebot keinen Gebrauch

Laut Sozialverband Deutschlands stellten viele Haushalte trotz Leistungsanspruch keinen Antrag auf die zusätzliche Leistung. Die Gründe: Der Bezug von Sozialleistungen werde als stigmatisierend empfunden. Zudem müssten Antragsteller ihre Einkommensverhältnisse komplett offenlegen.

Keinen Anspruch auf das Wohngeld haben Bezieherinnen und Bezieher von Leistungen wie etwa Sozialhilfe, Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II. Der Grund: „Die Wohnkosten wurden im Rahmen der Leistungen bereits berücksichtigt“, sagt Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund.

 

## Internet – [Wohngeld-Rechner des Bauministeriums](http://dpaq.de/D8O0I)

 

zur Homepage