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Anklam verkauft weitere Grundstücke

Anklam / Lesedauer: 2 min

Die Anklamer Stadtvertreter wollen erneut die klamme Haushaltskasse mit dem Verkauf von stadteigenen Immobilien aufbessern. Diesmal geht es um Flächen bei Bugewitz.
Veröffentlicht:22.11.2023, 05:48

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Bis Mitte Dezember können sich interessierte Käufer noch auf die aktuelle Ausschreibung der Hansestadt Anklam melden und ihre Gebote für mehr als 160 Hektar Acker- und Grünland unweit von Bugewitz abgeben. Insgesamt 93 Flurstücke im Außenbereich stehen zum Verkauf, neben Nutzflächen sind darunter auch Fließgewässer, Gehölz, Unland und bewaldete Abschnitte. Laut Ausschreibung sind sie allesamt noch auf etwa zehn Jahre verpachtet.

Für Landwirtschaft oder Naturschutz

Doch die jährlichen Pachteinnahmen in Höhe von knapp 40 000 Euro würden im Vergleich zu einem anvisierten Verkaufspreis von zwei bis drei Millionen Euro als nicht gewinnbringend genug eingeschätzt, bestätigt Anklams Bürgermeister Michael Galander.

Über 90 Teilflächen zwischen Bugewitz und Leopoldshagen sollen verkauft werden.
Über 90 Teilflächen zwischen Bugewitz und Leopoldshagen sollen verkauft werden. (Foto: NK-Grafik)

Seiner Meinung nach sei das Flächenpaket für Landwirte interessant. Aber auch in diesem Fall richtet er sein Augenmerk wieder auf Naturschutzverbände als potenzielle Käufer. Vor fünf Jahren hatte die NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe“ der Stadt 1360 Hektar im Anklamer Stadtbruch für rund 3,5 Millionen Euro abgekauft und dort Naturschutzprojekte vorangetrieben. Die nun ausgeschriebenen Grundstücke befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtbruch und könnten ebenfalls die Naturschutzprojekte in der Region ergänzen.

Schon während der Diskussion 2018 hatte die Stadtvertretung sich nach zähem Ringen der Fraktionen schlussendlich mehrheitlich für weitere Grundstücksverkäufe ausgesprochen, unter der Bedingung, dass die Gelder anstehenden Investitionen zugutekommen und nicht in die Schuldentilgung fließen müssen.

Geld für weitere Investitionen gebraucht

„Wir müssen nicht verkaufen“, betont Anklams Bürgermeister. Man wolle die eingehenden Gebote prüfen und die Verkaufsentscheidung von deren Höhe abhängig machen. Die Zuschlagsentscheidung bleibe frei und sei nicht verpflichtend für die Stadt, heißt es auch in der Ausschreibung.

Stimmt der Preis jedoch, könnte die Peenestadt die eingehenden Millionen mehr als gut gebrauchen. Die Haushaltslage ist weiterhin schwierig, die Kassen leer. „Wir brauchen das Geld dringend für weitere Investitionen, wie den neuen Schulcampus und den Bau der neuen Feuerwehr“, nennt Michael Galander nur zwei Projekte, die die Stadt in den nächsten Jahren unbedingt anschieben will.