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Piste statt Schulbank

Auch so kann Unterricht aussehen

Vorpommern / Lesedauer: 3 min

Schüler aus Anklam und Ducherow absolvierten im italienischen Ahrntal einen Skikurs. Das Fazit fällt durchweg positiv aus.
Veröffentlicht:11.02.2024, 18:00

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Prächtiges Weiß auf verschneiten Hängen, strahlend blauer Himmel und kristallklare Bergluft: Eine ganz besondere Schulwoche liegt hinter 46 wintersportbegeisterten Jugendlichen, die am Lilienthal-Gymnasium Anklam und an der Ducherower Lindenschule die Schulbank drücken. Sie machten sich vor den Winterferien auf den Weg, um die Skipisten des im südtirolischen Ahrntal gelegenen Klausberges zu erkunden.

„Wie bereits in den vergangenen Jahren fand der Skikurs auch diesmal wieder sehr großen Anklang. Die Nachfragen lagen weit über den zur Verfügung stehenden Plätzen. Schon im Oktober waren alle Plätze ausgebucht“, erklärt Andreas Teige, der das Skilager zusammen mit seinem Ducherower Lehrer-Kollegen Tilo Heiden zum dritten Mal organisierte.

Nach der Anreise direkt zur Besichtigung

Nach einer sechzehnstündigen Nachtfahrt erreichten die 46 Teilnehmenden und die siebenköpfige Ausbilder-Crew wohlauf ihre Unterkunft im norditalienischen Ahrntal. Trotz der langen Anreise machten sie sich direkt nach dem Frühstück und Zimmerbezug zur Besichtigung und zur Ausleihe des nötigen Equipments auf den Weg ins Skigebiet „Klausberg“.  

Auf die Piste ging es allerdings erst am Folgetag. Zuvor hielten die skierfahreneren Sportler für die „Neulinge“ einen Vortrag zum Thema Verhaltensregeln für Skifahrer. Somit wurde sichergestellt, dass alle Beteiligten wussten, wie sie sich auf der Piste zu verhalten haben.

Die Gruppen der Profis und Fortgeschrittenen erkundeten in den Folgetagen gemeinsam mit ihren Betreuern Silvana Güldenpennig, August Heiden, Michael Scharff und Otto Heiden fast mühelos das Skigebiet. Die Anfängern kämpften unter der Aufsicht von Lena Czerny, Tilo Heiden und Andreas Teige dagegen mittels Schneepflug gegen die Erdanziehungskräfte und waren stolz auf die ersten gemeisterten, flachen Abfahrten am Anfängerhügel.

Am Morgen waren alle wieder fit

„Hervorzuheben ist die gegenseitige Unterstützung der Mädchen und Jungen, die den Lernerfolg beschleunigte. In den Folgetagen ließen sich schnell große technische Fortschritte beobachten, so dass sich aus der anfänglichen Angst rasch Freude am Skifahren entwickelte“, blickt Andreas Teige zurück.

Insbesondere die Gruppe der Fortgeschrittenen suchte sich neue Herausforderungen, vollzog kleine Kunststücke oder meisterte die steilen schwarzen Pisten. Ein weiterer Höhepunkt war die gemeinsame Après Ski Party.

Die Abende verbrachten alle in gemütlicher Runde bei Schwätzchen, Tischtennis, Kickern oder vor dem Fernseher. Alternativlos war die Einhaltung der Nachtruhe. So wurde garantiert, dass am nächsten Morgen alle wieder fit für den langen Skitag waren.

Abschlussrennen mit Siegerehrung

Nicht fehlen durfte die traditionelle Skitaufe einiger Teilnehmenden, die sich im Laufe des Skikurses durch persönliche Anekdoten hervorgetan hatten. Auch die Abschlussrennen mit Siegerehrung und die für die Anklamer Gymnasiasten verpflichtende Abschlussprüfung sorgten am letzten Skitag nochmal für große Aufregung.

„Dabei wurde der Fortschritt, das technische Können und die Einsatzbereitschaft bewertet. Im Gegensatz zu den Anfängern, musste die Gruppe der Fortgeschrittenen zusätzlich eine Kür im Formationsfahren darbieten“, klärt Andreas Teige auf und fügt hinzu: „Das Resümee aller Beteiligten war, dass sie dieses zusätzliche Sportangebot, wenn möglich, auch im kommenden Jahr wahrnehmen möchten. Ein großes Kompliment gilt den Schülerinnen und Schülern für die großartige Stimmung, gute Disziplin und tollen sportlichen Fortschritte.“