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Bei der Kinderbibelwoche treffen sich nicht nur Loitzer

Loitz / Lesedauer: 3 min

Es war kein Platz mehr frei, als sich die Teilnehmer zum Start der Kinderbibelwoche zu einem gemeinsamen Frühstück trafen. Bei dem wurde allerdings mehr als süßes Brot aufgetischt.
Veröffentlicht:12.02.2024, 06:35

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Es ging schon mal gut los: Einen sehr lebhaften, gastfreundlichen und musikalischen Auftakt zur Kinderbibelwoche erlebten rund 50 Mädchen und Jungen jüngst in der Loitzer Lutherkirche. Sie waren der Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Loitz gefolgt, um in den ersten Tagen ihrer Winterferien bei dieser traditionellen Aktion mit dabei zu sein. 

Bekannte und neue Gesichter

Gemeindepädagoge Nils Köpnick freute sich nicht allein über diese gute Resonanz. Er konnte sich auch auf ein großes Helfer-Team verlassen. Während recht bekannte Gesichter wie Daniel Saß oder Conrad Witt in der voll besetzten Kirche zu entdecken waren, gehörten aber auch reichlich Neue zu den Teamern. Alle wirkten hoch motiviert, freundlich, wirbelten vom ersten Moment an ordentlich umher, sodass sich die jungen Gäste sehr willkommen fühlen konnten.

Der Loitzer Daniel Saß (rechts) war schon als kleiner Junge bei den Kinderbibelwochen mit dabei.  Inzwischen unterstützt er die Aktion seit vielen Jahren als Team-Mitglied.
Der Loitzer Daniel Saß (rechts) war schon als kleiner Junge bei den Kinderbibelwochen mit dabei. Inzwischen unterstützt er die Aktion seit vielen Jahren als Team-Mitglied. (Foto: Ulrike Rosenstädt)

Auch die Großen schienen neugierig zu sein auf ein volles Kinderbibelwochen-Programm: „Ein bisschen Aufregung ist doch immer mit dabei, oder?“, fragte Nils Köpnick bei seiner Vorstellungsrunde. Er ging mit einem Mikrofon durch die Reihen, sodass sich einige der Kinder mit Namen vorstellten und auch erzählen konnten, in welchen Orten sie zu Hause sind. Dabei erfuhren alle, dass Sassen, Beggerow, Vorbein, Rustow, Sophienhof, Loitz und Tützpatz vertreten waren. Es hatte sich also gut herumgesprochen, dass in der kleinen Peenestadt in den Winterferien wieder einmal richtig was los ist.

Gebote, Wegweiser und Glauben 

Die Kinder, zwischen sechs und 13 Jahren alt, wurden auf vier Gruppen verteilt, in denen jeweils 15 Teilnehmer von bis zu fünf Teamern betreut und unterstützt wurden.

Einer, der sich extra ein paar Stunden von der Arbeit freigenommen hatte, um wieder mit dabei zu sein, war der 25-jährige Daniel Saß. Er ist quasi mit dieser Aktion groß geworden. „Schon als Kind, von der ersten bis zur sechsten Klasse, war ich mit dabei. Später als Konfi, also als Konfirmand, habe ich mich als Helfer eingebracht und daran hat sich bis heute nichts geändert“, erzählte er am Rande des ersten gemeinsamen Frühstücks. Damit starteten nämlich auch diesmal alle Kinder und Erwachsenen in jeden einzelnen der Kinderbibelwochen-Tage.

Gespräche und Theaterspiel über eigenen Alltag

Vom ersten Moment an war deutlich zu spüren, dass es auch darum ging zu vermitteln, welche Angebote die Kirche unterbreitet, um Halt zu bieten und den Glauben leben zu können. „Bei allem, was ich in Bezug auf die Kirche auch manchmal kritisch hinterfrage, finde ich es wichtig, dass es ein Wertegerüst gibt, an dem man sich orientieren kann“, sagte Teamer Daniel Saß.

Seine Hauptmotivation als Teamer zu arbeiten bestehe allerdings darin, „etwas zurückzugeben, was ich selbst als Kind erleben durfte.“  Mit diesen Worten beendete er das Gespräch mit dem Nordkurier, denn die Frühstücksteller der Kinder waren schnell leer geputzt, sodass es an den Start in die Gruppenarbeit ging.

Im inhaltlichen Mittelpunkt stand diesmal die Beschäftigung mit dem Thema Gebote. Es sollte herausgefunden werden, inwieweit diese als Wegweiser fürs Leben fungieren können. Auch das Erzählen von Begebenheiten aus dem Alltag, in Form von kleinen Theaterszenen, sollte dabei helfen, Antworten auf Fragen zu erhalten.