Nordstream II

Damm samt Kreisstraße bei Bargischow soll im Herbst fertig sein

Anklam / Lesedauer: 2 min

Bei Bargischow soll mit dem neuen Deich und der neuen Kreisstraße darauf ein Millionenprojekt zu Ende gebracht werden. Es war eine Ausgleichsmaßnahme für Nordstream II. 
Veröffentlicht:01.03.2023, 19:36

Von:
  • Anne-Marie Maaß
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Die Pipeline Nordstream II am Ostseegrund wurde zerstört — ihre Auswirkungen beschäftigen die Vorpommern aber dennoch weiter. Zwischen der Anklamer Fähre und Gnevezin wird die Kompensationsmaßnahme für den Pipelinebau umgesetzt. 440 Hektar sollen hier zwischen Bargischow und dem Kamp renaturiert werden. Dafür ist es allerdings auch notwendig, die Kreisstraße und den Euroradweg über einen komplett neuen Damm zu führen. Dieser allein wurde beim ersten Spatenstich 2019, bei dem auch Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) vor Ort war, mit rund fünf Millionen Euro Kosten beziffert.  

Neuer Damm bereit für den Straßenbau

In diesem Jahr soll das Bauprojekt nun sein Ende finden. Schon ab Mitte April will der Landkreis Vorpommern–Greifswald mit dem Bau der neuen Kreisstraße VG 48 beginnen. Die Baulänge für die neue Straße betrage 3,50 Kilometer. Die Ausbaubreite soll zwischen 4,75 und 5,50 m messen, teilt der Landkreis mit. Damit sei auch die neue Trasse für den Pkw und Lkw–Verkehr geeignet, heißt es ergänzend von Kreissprecher Florian Stahlkopf.

Beim Landkreis Vorpommern–Greifswald rechnet man nach dem aktuellen Stand damit, dass die Baumaßnahme bis Oktober 2023 abgeschlossen werden kann. Die Baukosten für die neue Straße werden mit rund 2,3 Millionen Euro angegeben. 

Fertigstellung der neuen Kreisstraße im Mai

An einer weiteren Straßenbaumaßnahme in dem Gebiet ist der Landkreis zudem nur anteilig an den Kosten beteiligt. Dabei geht es um die Sanierung der Kreisstraße VG 49 zwischen Gnevezin und Bargischow. Hier ist die Landgesellschaft MV federführend. Laut den vorliegenden Informationen des Landkreises sollen hier die Bauarbeiten nach der Winterpause voraussichtlich ab Mitte März wiederaufgenommen werden. Anfang Mai wird dann schon mit der Fertigstellung der neuen Straße gerechnet. 

Die Renaturierung der Polder Bargischow/Gnevezin allein wurde mit Kosten von rund zehn Millionen Euro bewertet. Insgesamt wurden für die inzwischen zerstörte Pipeline Ausgleichsmaßnahmen von rund 40 Millionen Euro auferlegt.