StartseiteRegionalAnklamDer Countdown für's „Wasted in Jarmen“ läuft

Festival

Der Countdown für's „Wasted in Jarmen“ läuft

Jarmen / Lesedauer: 4 min

Der Aufbau für das „Wasted in Jarmen“ 2023 steht unmittelbar bevor. Das bedeutet genau wie das Festival einige Einschränkungen vor Ort. 
Veröffentlicht:01.09.2023, 06:01

Artikel teilen:

„Ich bin schon richtig aufgeregt“, lässt Jan Gorkow alias Monchi im Gespräch mit dem Nordkurier große Vorfreude erkennen. Für den aus Jarmen stammenden Frontmann und seine Kollegen der Band „Feine Sahne Fischfilet“ läuft gerade der Countdown für ihren emotional wohl bedeutendsten Konzert-Termin des Jahres: Am 8. und 9. September steigt in der Peenestadt das nächste „Wasted in Jarmen“ – ihr eigenes Festival mit weit mehr als nur Musik und Bühnenshows.

Rund 5000 Menschen werden erwartet

Nachdem das bisher letzte Heimspiel dieser Art inzwischen vier Jahre her ist und mit rund 5000 Leuten so viele wie nie zuvor erwartet werden, existiert durchaus eine gewisse Anspannung. Zumal die Musiker sowohl organisatorisch wie finanziell die alleinige Verantwortung tragen. Also etwas völlig anderes, als wenn sie nur mal irgendwo zu einem Auftritt anrücken. 

„Was wir hier machen, ist logistisch und kostenmäßig gesehen die dümmste Idee, das bestätigt dir jeder Experte“, erklärt Jan Gorkow und lacht gleichzeitig darüber. „Aber gleichzeitig ist es die tollste, finden wir. Es gibt nichts, wo wir mehr Herzblut reinstecken.“

Die Vorbereitungen auf dieses etwas andere Dorffest laufen seit vielen Monaten. Wie immer seit der Premiere 2016 versuchen die „Fischfilets“, möglichst viele lokale Akteure mit einzubeziehen. So dient das Gelände des Jarmener Motorsportclubs als Hauptanlaufpunkt in Sachen Musik. Doch auch das benachbarte Areal der Fußballer und Hundesportler wird wieder auf verschiedene Weise integriert.

Badebetrieb am Kiessee läuft weiter

Genau so wie auch die nahe Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee und das Gelände davor. Während innerhalb der zur Gemeinde Bentzin gehörenden Freizeiteinrichtung eine Bühne errichtet und ein eigenes Programm samt dem „Arschbomben-Contest“ angeboten wird, dient der Parkplatz nach der Schranke als „Dorfplatz“ mit Getränke– und Essensständen. Er fungiert überdies als Orientierungs– und Verbindungspunkt für die Besucher, zumal sich auf den angrenzenden Koppeln die Stellflächen für die Campingfreunde unter den Fans befinden.

Der Anreiseverkehr zum Festival wird erneut über die B 110 und die Zufahrt am Pferdesportplatz geleitet.
Der Anreiseverkehr zum Festival wird erneut über die B 110 und die Zufahrt am Pferdesportplatz geleitet. (Foto: Stefan Hoeft)

„Wir haben unser Gelände wieder verpachtet, das gilt ab dem 5. September, also Dienstag“, bestätigt Bentzins Bürgermeisterin Grit Gawrich. Die Kommune lasse zwar Rettungsschwimmer und das übrige Personal vor Ort, sei so aber aus der Haftung. Ab diesem Termin bis zum 11. September übten stattdessen die Veranstalter das Hausrecht aus. Andererseits gelte wie früher schon die Abmachung, dass der Badebetrieb möglichst ungestört weiterlaufe, sprich die Leute auch ohne Eintrittsband an den Strand und schwimmen dürften. Einschränkungen gebe es nur aus Sicherheitsgründen, sollte sich etwa eine Überfüllung abzeichnen.

Weil ab Donnerstag, dem 7. September, der Parkplatz ebenfalls verpachtet und für die beschriebene Nutzung im Rahmen des Festivals vorgesehen ist, dürfte es allerdings zu weiteren Wegen für die per Auto anrollenden Badelustigen kommen. Ab diesem Tag dürfen sie nicht mehr so ohne weiteres mit dem Fahrzeug bis dahin durchfahren. Erst recht, wenn um 16 Uhr die Anreisewelle der Camper beginnt und schon gar nicht während des „Wasted in Jarmen“ und der Abreise.

Die Direktzufahrt zum Zarrenthiner Weg in Jarmen ist ab Mitte nächster Woche nur noch für Anlieger möglich.
Die Direktzufahrt zum Zarrenthiner Weg in Jarmen ist ab Mitte nächster Woche nur noch für Anlieger möglich. (Foto: Stefan Hoeft)

Der Zarrenthiner Weg als schnellste Direktverbindung zu Motoballplatz und Kiessee wird im ersten Abschnitt von der Stadt aus gesehen abgesperrt, um eine freie Rettungsgasse zur Verfügung zu haben. Nicht umsonst läuft die Verkehrsführung für die motorisierten Fans ausschließlich über die Bundesstraße 110 und die Zufahrt am Pferdesportgelände. Dort befinden sich überdies Tagesparkplätze, die auch Besuchern der Badeanstalt zur Verfügung stehen. Leute mit Zelt und Wohnmobil dürften nur ein einziges Mal passieren, um den Campingplatz anzusteuern.  Eine Ausnahme gilt hingegen für die Anwohner der Straße, wie Jan Gorkow klarstellt: Für die heißt es weiter freie Fahrt – Zeitverzug aber wohl nicht ausgeschlossen.