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Deshalb gibt es ein dickes Lob für die "Wasted in Jarmen"-Fans

Jarmen / Lesedauer: 3 min

Nicht nur Veranstalter und Fans ziehen eine durchweg positive Bilanz zum „Wasted in Jarmen“. Sondern auch die beiden Kommunen, auf deren Territorium das Musikfestival stattfand. 
Veröffentlicht:13.09.2023, 20:16

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Nach dem Feiern ist vor dem Aufräumen: Was im kleinen Familienkreis gilt, trifft auch auf größere Veranstaltungen zu, erst recht solche wie das „Wasted in Jarmen“. Und so galt dieses bisher größte Musikfestival am mittleren Peene– und Tollensetal zwar mit dem Bühnenfinale der Band „Feine Sahne Fischfilet“ und der Party bis in den Sonntagmorgen hinein offiziell als beendet, spätestens jedenfalls mit der Verabschiedung der Tausenden Campinggäste.

Wirklich Geschichte war das Ganze für die Ausrichter und ihre Crew allerdings erst am Dienstag — mit dem Abbau der letzten Ausrüstungsgegenstände und Technik. Wobei sich die Musiker offenbar erneut kräftig auf die Mithilfe ihrer Fans verlassen konnten, gerade auf dem weitläufigen Areal am und vor dem Zarrenthiner Kiessee.

So sauber verlassen wie die ganze Saison nicht

Die Leute räumten auf den Zelt– und Parkplätzen fast sämtlichen Müll schon selbst weg und machten in der benachbarten Badeanstalt weiter, wie die Band erfreut berichtete. Das Personal der Freizeiteinrichtung der Gemeinde Bentzin bestätigte dies dem Nordkurier. So sauber hätten die Besucher das Gelände wohl die ganze Saison über nicht verlassen, lautete ein Kommentar.

Erstaunliche Tragfähigkeit: Die Schwimmplattform im Kiessee stand im Mittelpunkt des Arschbomben-Contest.
Erstaunliche Tragfähigkeit: Die Schwimmplattform im Kiessee stand im Mittelpunkt des Arschbomben-Contest. (Foto: Stefan Hoeft)

Ohnehin gilt der ehemalige Tagebau mit seinem kristallklaren und kühlen Wasser samt dem öffentlichen Strand inzwischen als ein Star unter den auswärtigen Besuchern. Die Strandkörbe, die große Rutsche und der Schwimmponton der Badeanstalt trugen und tragen ihre Übriges dazu bei, alle waren fast dauerhaft belegt. Und die besagte Plattform stand dann als Startrampe beim Arschbomben–Contest wieder besonders im Blickpunkt.

Im Pendelverkehr: Mächtig zu tun hatte am Wochenende der Entsorger für das Abwasser der Badeanstalt.
Im Pendelverkehr: Mächtig zu tun hatte am Wochenende der Entsorger für das Abwasser der Badeanstalt. (Foto: Stefan Hoeft)

Finanzspritze für Gemeindekasse

Sachschäden gab es trotz der Massen, die das Areal und sein Multifunktionsgebäude an diesem Festival–Wochenende nutzten, nicht. Abgesehen jedenfalls von einem einem abgebrochenen Eimer–Deckel. „Aber das passiert auch im Normalbetrieb mal“, erklärte Bürgermeisterin Grit Gawrich. Sie lobte zudem, dass sich alle an die Bitte gehalten hätten, Fassade und Räume von Graffiti zu verschonen.

Der Parkplatz vor der Badeanstalt wurde für die Festival-Zeit kurzerhand zum „Dorfplatz“ erklärt. Doch inzwischen ist davon nichts mehr zu sehen.
Der Parkplatz vor der Badeanstalt wurde für die Festival-Zeit kurzerhand zum „Dorfplatz“ erklärt. Doch inzwischen ist davon nichts mehr zu sehen. (Foto:  Stefan Hoeft)

„Wir können nicht klagen, alles ist ordentlich wieder an uns übergeben worden.“ Hinzu kommt die Vorfreude über eine Finanzspritze für die Gemeindekasse, denn für die Vermietung wird eine größere vierstellige Summe fällig — eine gerade in der eher schlechten Sommersaison 2023 willkommene Zusatzeinnahme.

Keine Beschwerden registriert

Lob für das Festival, seine Veranstalter und deren Fans gibt es ebenso aus dem Jarmener Rathaus. „Aus unserer Sicht war es eine sehr gut organisierte Veranstaltung. Alles ist so gelaufen wie abgesprochen“, erklärte Verwaltungschef André Werner am Mittwoch. Obendrein seien dem Ordnungsamt bis dahin keinerlei Beschwerden bekannt geworden, er selbst habe bei seinen Besuchen vor Ort eine durchweg ausgelassene und friedliche Stimmung wahrgenommen.

„Auch insofern war es ein gelungenes Festival.“ Das überdies ein positives Zeichen für die gesamte Region und speziell die Wahrnehmung der Peenestadt gesetzt habe. Er wisse von so einigen Besuchern, die völlig unabhängig von einem sechsten „Wasted in Jarmen“ wiederkommen wollen.

Dicht an dicht standen die Fahrzeuge und Zelte der auswärtigen Gäste. Doch vermüllt blieb deshalb trotzdem nichts zurück..
Dicht an dicht standen die Fahrzeuge und Zelte der auswärtigen Gäste. Doch vermüllt blieb deshalb trotzdem nichts zurück.. (Foto: Stefan Hoeft)