Traditionsunternehmen

Deshalb schließt die Fleischerei Brüsch und verkauft auf dem Hof

Anklam / Lesedauer: 2 min

Seit Generationen ist die Fleischerei Brüsch für viele Anklamer eine feste Instanz. Nun stehen im Laden in der Peenstraße große Veränderungen an. 
Veröffentlicht:24.02.2023, 05:27

Von:
  • Anne-Marie Maaß
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„Das sieht doch noch ganz gut aus!“ Diesen Satz hat Silvia Neubauer in den vergangenen Tage schon des Öfteren zu hören bekommen. „Ein Lob, das zu großen Teilen auch dem Fleiß unserer Mitarbeiter zu verdanken ist“, gibt Silvia Neubauer prompt zurück.

Doch was für die Kunden auf den ersten Blick vielleicht gar nicht zu erkennen ist — die Ladeneinrichtung der Fleischerei Brüsch ist beinahe so alt wie Sohn Rico, der das Zepter in dem alteingesessenen Betrieb in Anklam in nächster und somit dann schon vierter Generation übernehmen soll — dann aber eben auch mit entsprechendem Mobiliar.

Einrichtung gut 30 Jahre alt

Im letzteren Punkt ist nun nach gut 30 Jahren dringend eine Renovierung angesagt. „Es geht ja bei der Theke auch um Kühlsysteme und ein modernes Arbeitsumfeld für unsere Angestellten“, verdeutlicht Rico Neubauer. Für das seit 1927 familienbetriebene Unternehmen ist die Sanierung des Ladens dabei eine echte Großinvestition und somit auch ein Fingerzeig in Richtung Zukunft.

Seit vielen Jahrzehnten gibt es die Fleischerei Brüsch in Anklam. (Foto: Privat)

Damit löst sich auch eine weitere bange Frage, die sich in den zurückliegenden Wochen immer wieder beim Gespräch an der Theke gestellt wurde: „Schließt jetzt etwa die Fleischerei Brüsch?“ Die Antwort darauf: „Ja, aber nur die Ladentür ab dem 27. Februar um 17 Uhr. Dafür starteten wir ab dem nächsten Tag dann in der Peenstraße den Hofverkauf aus dem Wagen heraus“, beruhigt Silvia Neubauer die Kunden. Auf Fleisch und Wurst muss also auch während der rund einmonatigen Umbauzeit niemand verzichten.  

Ein Jahr an Umbauplänen getüftelt

Gut ein Jahr hat die Familie Neubauer schon im Hintergrund an den Umbauplänen gefeilt, war auf Messen und vor Ort beim Ladenbauer in Bayern. „Das Unternehmen hat uns für den Thekenbau gleich gefallen — es bezieht ebenso viele regionale Partner mit ein. Das wollen wir hier auch umsetzen. Das war uns wichtig“, betont Rico Neubauer. Außer dem Ladenbauer kommen alle weiteren Gewerke, die am Umbau beteiligt sind, aus der Anklamer Region — vom Fensterbauer bis zum Elektriker. 

Ende März soll sich dann auch die Ladentür in der Peenstraße 35 wieder öffnen. Dann mit einer neuen, modernen Einrichtung ausgestattet und hoffentlich mit ebenso zufriedenen Kunden. Das wüschen sich zumindest die Neubauers, die nun in den letzten Tagen im alten Laden den Neuerungen schon ganz aufgeregt entgegenblicken.