StartseiteRegionalAnklamDeshalb wird im Anklamer Stadtwald bald gebuddelt

Fernwärme

Deshalb wird im Anklamer Stadtwald bald gebuddelt 

Anklam / Lesedauer: 2 min

Die Arbeiten an der Trasse für die neuen Hauptleitungen von der Biogasanlage Anklam hin zum Heizhaus haben den Anklamer Stadtwald erreicht. Ab Montag steht hier der Baumschnitt an.
Veröffentlicht:09.02.2024, 05:34

Artikel teilen:

Insgesamt drei große Leitungen sollen künftig von der Anklamer Biogasanlage bis hin zum Heizhaus führen – zwei neue Hauptleitungen mit einem Durchmesser von 45 Zentimetern für die Stadtwärme und eine 35 Zentimeter starke Gasleitung sind für rund zwei Kilometer lange Trasse vorgesehen.

Bislang konnten im vergangenen Jahr schon die Rohrleitungen im Bereich des Kleinbahnweges – genauer gesagt vom Lidl bis zur Kreuzkirche – in die Erde gebracht werden. Nun werfen die weiterführenden Bauarbeiten auch im Anklamer Stadtwald ihre Schatten voraus. Schon der kommenden Woche sollen hier am Hauptweg zwischen dem Anklamer Heizhaus und dem Emma-Sportplatz die Kettensägen laufen.

Baumschnitt ab Montag geplant

Geplant seien aber keine großen Baumfällungen, lediglich das sogenannte Lichtraumprofil soll hergestellt werden, um später den Baufahrzeugen neben der Trasse genug Platz zu bieten, erklärt der Anklamer Betriebsstättenleiter der Biogasanlage, Jan Albrecht.

Immerhin, das Leitungspaket beansprucht eine Breite von etwa zwei Metern. Die Baugrube misst daher gut vier Meter im Schnitt. Mit Blick auf den Hauptweg durch das kleine Naherholungsgebiet sollte es also gerade so passen. Für die Baumschnittarbeiten wird der Weg am Montag zunächst für einige Tage voll gesperrt - aus Sicherheitsgründen.

Munitionsbergungsdienst begleitet Arbeiten

Zeitnah sollen dann aber möglichst auch schon die richtigen Bauarbeiten beginnen. Auch dafür müssen Anwohner dann während der Bauzeit mit einer Sperrung des Weges rechnen. Im Vergleich zum engen Straßenbau sollte es im Wäldchen eigentlich zügig vorangehen. Allerdings stehen auch hier die Rohrverlegungsarbeiten im Stadtwald unter besonderen Vorzeichen.

Das Bauvorhaben müsse so nicht nur durch Biologen, sondern auch durch den Munitionsbergungsdienst vor Ort begleitet werden. Schon die Sondierungen hätten auf recht viel Metall im Boden hingewiesen – ob es sich dabei wirklich um Munition oder nur um verklappten Metallschrott handelt, wird sich im Zuge der Arbeiten zeigen.

Jan Albrecht ist der Betriebsstättenleiter der Anklamer Biogasanlage.
Jan Albrecht ist der Betriebsstättenleiter der Anklamer Biogasanlage. (Foto: Anne-Marie Maaß)

Dennoch war der Weg quer durch den Stadtwald noch die einfachste Lösung, erklärt Jan Albrecht. Zuvor hatte man noch über verschiedene Optionen für den Trassenverlauf nachgedacht. Diese wären aber wohl noch aufwendiger geworden. Inzwischen liegen auch alle Genehmigungen für den weiteren Bauablauf vor.

Einen wichtigen Schritt habe man inzwischen auch an dem kurzen Stück neben dem Lidl an der Pasewalker Allee erreicht. Dort sei man kurz davor, mit der Trasse aus dem Straßenbereich herauszukommen und auf die Grünflächen überzugehen. Dort sollen die Arbeiten dann ebenfalls schneller vonstattengehen.