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Schwimm-Ass

Diese 13-Jährige verlässt freiwillig ihr Zuhause

Anklam / Lesedauer: 2 min

Die 13-jährige Anklamerin hat einen großen Traum: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen, Europa- und Weltmeisterschaften.
Veröffentlicht:21.10.2021, 05:38

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Sie wagt einen Schritt, den sich in ihrem Alter nicht viele trauen würden. Nachwuchs-Schwimmerin Mathilda Dabers vom PSV Anklamer Peenerobben verlässt die gewohnte Umgebung, um ihre sportliche Karriere voranzutreiben. Die 13-Jährige trainiert zukünftig beim Potsdamer SV, einem der Top-Schwimmvereine Deutschlands, der mit 1000 Mitgliedern zudem der größte Schwimmverein in Brandenburg ist.

Mit Abstand beste Rückenschwimmerin in MV

Am Sonntag geht die große Reise los. „Ich freue mich sehr darauf“, sagt Mathilda Dabers, die bereits seit ihrem dritten Lebensjahr Schwimmsport betreibt. Bedenken oder gar Bauchschmerzen hat sie mit Blick auf den Neuanfang an der Sportschule Potsdam nicht: „Auf keinen Fall“, winkt die sympathische und ehrgeizige Sportlerin schmunzelnd ab.

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Für die Peenestädterin, die in ihrem Jahrgang in Mecklenburg-Vorpommern die mit Abstand beste Rückenschwimmerin ist, markiert der Wechsel nach Brandenburg den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Wohnen in einer fremden Stadt, im Internat, vor allem aber: Weg von zu Hause, wo sie zukünftig noch selten anzutreffen sein wird. Rund 220 Kilometer oder knapp drei Autostunden liegen zwischen Anklam und Potsdam. Mama Anja, Papa Thomas, die ältere Schwester Charlotte und Bruder Albert bleiben ebenso zurück, wie die Schwimmerkollegen aus Anklam und die Schulkameraden am Lilienthal-Gymnasium.

Probewoche gut überstanden

Dort hat Mathilda Dabers zuletzt die 8. Klasse besucht. „Es ist für uns ein komisches Gefühl, Mathilda ziehen zu lassen. Als Eltern sehen wir das Ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mathilda hat für sich entschieden, dass sie diesen Weg gehen möchte. Und wir werden sie dabei mit voller Kraft unterstützen“, sind sich Anja und Thomas Dabers einig. Eine Probewoche in Potsdam räumte die letzten Zweifel aus. Als dann die medizinischen Tests keine negativen Auffälligkeiten ergaben, stand für Mathilda Dabers fest: „Ich will mich in Potsdam durchbeißen.“

Das ehrgeizige Ziel der mehrfachen Landesmeisterin Mecklenburg-Vorpommerns, die beim Potsdamer SV zukünftig bis zu zehn Trainingseinheiten pro Woche absolvieren wird: „Die Teilnahme an den Olympischen Spielen und internationalen Titelkämpfen.“ Ihr ganz großer Traum, so sagt sie frei heraus, sei „auf internationaler Ebene eine Medaille zu gewinnen“.

Nächster Wettkampf in Berlin

Das Ticket für die nächsten Titelkämpfe auf nationaler Ebene hat die Rücken-Spezialistin seit dem Wochenende sicher in der Tasche. Sie wird den PSV Anklamer Peenerobben in der kommenden Woche bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark vertreten. Mit einer Zeit von 1:11:27 Minuten zählt Mathilda Dabers in ihrer Altersklasse zu den besten 25 deutschen 100-Meter-Rücken-Schwimmerinnen ihres Jahrgangs.