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Fleischerei Brüsch

Drei Medaillen für Wurst aus Anklam

Anklam / Lesedauer: 3 min

Was Fleisch und Wurst angeht, macht der Fleischerei Brüsch aus Anklam so schnell keiner was vor. Das hat der Traditionsbetrieb jetzt auch wieder schwarz auf weiß.
Veröffentlicht:19.10.2019, 17:36

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Kasslerbraten, Wiener und Gulasch – die Fleischerei Brüsch in Anklam lässt die Herzen von Fleischliebhabern höher schlagen. Doch nicht nur für Topf und Pfanne finden sich in dem Meisterbetrieb allerlei Gaumenfreuden. Auch für ein herzhaft belegtes Brot gibt es eine breite Auswahl an fleischigem Aufschnitt. Mancher davon ist sogar mit Bestnoten ausgezeichnet.

„Wir sind mit dem Jahr bisher sehr zufrieden“, sagt Fleischermeister Klaus Neubauer. Geschäftlich sei es erfolgreich gewesen, niemand musste um seinen Arbeitsplatz fürchten. Schon im August wurde die jahrelange Arbeit des Traditionsbetriebs in der Hansestadt gewürdigt. Die Fleischerei erhielt die Auszeichnung „Unternehmer des Jahres“.

Gleich drei Wurstsorten erhielten Medaillen

Besonders stolz ist Neubauer aber auf die jüngsten Auszeichnungen: Für insgesamt drei Wurstsorten gab es Medaillen vom Deutschen Fleischer-Verband. Je einmal Bronze, Silber und Gold sind es geworden „Die wurden auf der weltgrößten Fleischermesse, der IFFA in Frankfurt, verliehen“, sagt er. Bei der Bewertung fließen Optik, Sensorik und Geschmack in die Punktzahl mit ein. „Eigentlich alles, was dem Kunden beim Einkauf auch auffällt“, so Neubauer.

Und in der Tat setzen sich Lilienthalkringel, Teewurst und Edelsalami deutlich von der herkömmlichen Supermarktware ab. So schmeckt die Teewurst im Vergleich angenehm mild, wirkt leichter und weniger fettig. „Ihr richtiges Aroma bekommt sie aber erst in 14 Tagen“, erklärt Neubauer. Auch bei den anderen beiden Sorten ist die Qualität auf den ersten Biss zu schmecken. „Das liegt daran, dass es Handwerk ist und keine Industrieware, frischer kriegen Sie es nicht“, sagt der Fleischer. Doch nicht nur das Handwerk an sich ist Garant für eine gute Wurst. „Man sollte bei den Gewürzen nicht auf den Cent schauen“, so Neubauer. Auch Pfeffer sei nicht gleich Pfeffer. „Da spielt der Preis auch eine Rolle“, erklärt er.

Betrieb kritisiert fehlende Schlachthöfe in Region

Trotz ausgezeichneter Produkte und eines guten Geschäftsjahres gibt es aber auch für den Meisterbetrieb Dinge, die den Arbeitsalltag erschweren. So würde der Bürokratieaufwand einen so kleinen Betrieb schnell an die Grenzen bringen. „Das geht zulasten der Arbeitszeit“, sagt der Fleischer. Überstunden seien dadurch keine Seltenheit.

„Große Probleme haben wir, die Regionalität aufrecht zu erhalten“, sagt er. Es gebe in der Nähe einfach keine Schlachthöfe mehr. Ein Balanceakt für die Qualität. „Der nächste relevante ist in Perleberg“, so der Fleischermeister. Der nächste Zerlegebetrieb in der Region ist in der Nähe von Grimmen ansässig. Eine Stunde Transport seien für das Fleisch also Minimum. „Wir stellen uns unter Regionalität aber eigentlich was anders vor“, sagt Neubauer.