StartseiteRegionalAnklamFestival–Ruf reicht bis über den Atlantik

„Wasted in Jarmen“

Festival–Ruf reicht bis über den Atlantik

Jarmen / Lesedauer: 3 min

Das „Wasted in Jarmen“ hat kräftig Werbung für die Peenestadt und ganz Vorpommern gemacht. Viele Besucher zeigten sich begeistert von der Region und wollen wiederkommen.
Veröffentlicht:11.09.2023, 19:52

Artikel teilen:

 Schon 2019 hatte sich offenbart, wie weit über den Globus inzwischen der Ruf der Band „Feine Sahne Fischfilet“ (FSF) und ihres Festivals „Wasted in Jarmen“ reicht. Schließlich war mit Gabriel Ancedes ein Argentinier extra in die Peenestadt gereist, um beides zu erleben.

Bei der Auflage 2023 nun kamen sogar einige der Bühnen–Akteure von diesem Kontinent, denn dort liegen die Wurzeln der in Greifswald beheimateten „Torfheads“: Ihre Mitglieder stammen aus Kolumbien, Ecuador, Chile und Peru.

Immer noch jenseits des Atlantiks zu Hause sind zudem „Panteón Rococó“, also jene mexikanische Latin–Ska–Band, die häufig vor zehntausenden Fans spielt und beim Jarmener Festival auf der Hauptbühne die Einstimmung auf das große Finale mit FSF übernahm.

Aufnahmen vom Festival "Wasted in Jarmen" am 9. September 2023.
Aufnahmen vom Festival "Wasted in Jarmen" am 9. September 2023. (Foto: Stefan Hoeft)

Fans aus Frankreich, Schweiz und Slowakei

Ob und wie viele aus dem Publikum einen weiteren Anreiseweg als diese Musiker hatten, ist schwer zu sagen, doch so mancher in der Schar kam von jenseits der deutschen Grenzen. Wie etwa aus Frankreich und der Slowakei oder wie Isa und Nico aus Zürich. Er hatte sich bereits vor vier Jahren auf die rund 1100 Kilometer lange Fahrt nach Vorpommern gemacht und mit seiner Begeisterung nun auch seine Freundin angesteckt.

Beim FSF-Konzert ganz dicht vor der Bühne: Isa und Nico (Mitte) rückten aus Zürich an und fanden mit Jupp aus dem Taunus gleich einen neuen Kumpel.
Beim FSF-Konzert ganz dicht vor der Bühne: Isa und Nico (Mitte) rückten aus Zürich an und fanden mit Jupp aus dem Taunus gleich einen neuen Kumpel. (Foto: Stefan Hoeft)

Die Schweizer nutzten das Camping–Angebot vor Ort und fanden mit den Zeltnachbarn gleich mal neue Freunde aus dem Taunus. Sie alle zeigten sich im Gespräch mit dem Nordkurier euphorisiert von der Stimmung des Festivals und dem natürlichen Ambiente der Region.

Festival in Lederhosen: Stefan Scharnagl kam aus Oberbayern mit seinem Sohn Noel zur „musikalischen Früherziehung“ nach Vorpommern.
Festival in Lederhosen: Stefan Scharnagl kam aus Oberbayern mit seinem Sohn Noel zur „musikalischen Früherziehung“ nach Vorpommern. (Foto: Stefan Hoeft)

Ähnlich klang es von Stefan Scharnagl aus dem oberbayerischen Eichstätt, der die letzte Sommerferienwoche seines Bundeslandes nutzte, um seinem dreizehnjährigen Sohn Noel diese besondere Form „musikalischer Früherziehung“ zukommen zu lassen, wie er es ausdrückte. Als mit der Festival–Ankündigung klar wurde, dass zusätzlich zu den Fischfilets auch noch die „Broilers“ auftreten würden, sei sehr rasch die Entscheidung zu dieser Vater–Sohn–Tour gefallen. Die beide nicht bereut haben.

Die Zone für den Nachwuchs, die „Biberburg“, war rund um die Uhr bevölkert, auch von den großen „Kindern“.
Die Zone für den Nachwuchs, die „Biberburg“, war rund um die Uhr bevölkert, auch von den großen „Kindern“. (Foto: Stefan Hoeff)

Begeistert von Atmosphäre am Kiessee

„Es ist ein Hammer, was die hier aufziehen. Und die Leute vor Ort machen es aus“, lobte der Mann die Veranstalter und die Vorpommern als Gastgeber in höchsten Tönen. Und da sie das erste Mal so weit im Nordosten waren, wollten sie den Sonntag gleich noch zu einem kurzen Abstecher an die Küste und einem Bad in der Ostsee nutzen. 

Tanz um den Saurier: Auch abseits der Hauptbühne war häufig mächtig was los beim Festival.
Tanz um den Saurier: Auch abseits der Hauptbühne war häufig mächtig was los beim Festival. (Foto: Stefan Hoeff)

Wobei sie vorher schon von einem hiesigen Gewässer restlos begeistert wurden — dem Zarrenthiner Kiessee und seiner Badeanstalt. Immer wieder waren von den Strandbesuchern Kommentare wie „das ist schon ein bisschen geil hier“ zu hören. Mancher will deshalb wohl mal für einen richtigen Urlaub wiederkommen, viele auf jeden Fall zum nächsten „Wasted in Jarmen“.  

Doping-Verdacht: Für diesen Spieler des Kicker-Teams „FSF-Familie“ gab es eine besondere medizinische Behandlung.
Doping-Verdacht: Für diesen Spieler des Kicker-Teams „FSF-Familie“ gab es eine besondere medizinische Behandlung. (Foto: Stefan Hoeft)