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Techniksorgen

Feuerwehr schlägt Alarm – Neues Fahrzeug nötig

Görmin / Lesedauer: 3 min

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr schlagen erneut Alarm. Sie nutzten die aktuelle Haushaltsdiskussion der Gemeinde, um auf die Technikprobleme aufmerksam zu machen.
Veröffentlicht:07.02.2024, 06:26

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Sie lassen nicht locker. Kein Wunder, denn ihr Einsatzfahrzeug wird genau in diesen Tagen 31 Jahre alt. „Egal, welche Reparatur ansteht. In der Werkstatt wird uns jetzt jedes Mal gesagt, dass es keine Ersatzteile mehr für dieses Fahrzeug gibt. Damit steigt für uns der Druck. Wir möchten einfach nicht erleben, dass wir alarmiert werden und wegen eines defekten Löschfahrzeuges nicht vom Stützpunkt kommen. Also das wollen wir gar nicht zu Ende denken. Doch wir müssen es und wir wollen jetzt auch noch einmal deutlich Druck machen, dass endlich gehandelt wird. Wir brauchen ein neues Fahrzeug“, fand der Leiter der Passower Feuerwehr Thomas Hertel bei einem Vor-Ort-Treffen im Gerätehaus deutliche Worte.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Passow berichteten bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung von den Problemen, die ihnen das 31 Jahre alte Löschfahrzeug bereitet.
Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Passow berichteten bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung von den Problemen, die ihnen das 31 Jahre alte Löschfahrzeug bereitet. (Foto: Ulrike Rosenstädt)

Wehrführer hat die Nase voll

 Nordkurier hatte nachgehakt und wollte wissen: Wie ist eigentlich der Stand in Sachen Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges? Immer wieder gab es in den zurückliegenden Monaten und Jahren Diskussion zu diesem Thema. Sogar ein Treffen mit dem stellvertretenden Landrat von Vorpommern-Greifswald, Dietger Wille, und dem CDU-Landespolitiker Franz-Robert Liskow wurde organisiert.

„Ich habe die Nase voll. Gespräche gab es so viele. Uns braucht bald kein Politiker mehr auf den Hof zu kommen“, sagte der Wehrchef. Bei dem jüngsten Gespräch waren auch sein Stellvertreter Matthias Lenz und Gruppenführer Ulf Schröder mit dabei. „Der Kreis hat seine Unterstützung zugesagt, die übernehmen einen Teil der Förderung, das muss man fai­rer­wei­se sagen“, hieß es.

Ein Fünkchen Hoffnung

Doch eine Absage vom Land, die deprimiere die Kameraden schon sehr. Da die Passower dafür bekannt sind, nicht im stillen Kämmerlein zu schmollen, sondern die Probleme offen anzusprechen, besuchten sie die jüngste Görminer Gemeindevertretersitzung. Dort erhielten sie nicht allein Rederecht.

Es gab auch Antworten, die die Situation etwas entschärften, jedenfalls für den Moment: „Für 2023 gab es eine Absage und somit die Information von Seiten des Landes, dass Passow nicht mehr ins Beschaffungsprogramm von Feuerwehrfahrzeugen in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen wurde. Aber das ist ja keine grundlegende Absage. Wir haben bereits in den ersten Wochen von 2024 Kontakt mit Schwerin aufgenommen, und wissen, dass der Folgeantrag, also der fürs jetzige laufende Jahr, eingegangen ist. Das heiß also, es gibt durchaus Hoffnung, dass es diesmal mit einer Förderzusage klappt“, nahm sich der Loitzer Kämmerer Enrico Vogel Zeit für eine Antwort.

Hoher fünfstelliger Betrag im Gemeinde-Haushalt 

Görmins Bürgermeister Thomas Redwanz ergänzte: „Wir haben uns klar dazu bekannt, dieses Fahrzeugproblem zu lösen. Daran gibt es nach wie vor nichts zu rütteln. Ich habe auch die große Hoffnung, dass wir in 2024 im Beschaffungsprogramm des Landes berücksichtigt werden.“

Gelder für die Bereitstellung des Eigenanteils der Gemeinde, der bei einer Neuanschaffung eines Löschfahrzeuges zu leisten ist, wurde im aktuellen Haushaltsplan bereits eingestellt. Allein für 2024 handelt es sich um einen hohen fünfstelligen Betrag.

Derzeit fahren die Passower Kameraden, die aktive Truppe zählt 22 Mitglieder, mit einem immer wieder reparaturbedürftigen LF 24, Baujahr 1993, zu den Einsätzen. Jetzt hofft die Wehr auf eine Zusage für ein Löschfahrzeug, Marke HLF 10.