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Tierschutz im Fernsehen

Filmteam begleitet Tierrettung für ein Wochenende

Medow / Lesedauer: 3 min

Was die Mitstreiter der Tierrettung Greifswald an diesem Wochenende erlebt haben, soll bald im Fernsehen zu sehen sein.
Veröffentlicht:24.01.2022, 06:38

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Reality-Formate erfreuen sich im Vorabendprogramm der Fernsehsender großer Beliebtheit. Für die Sendung „Achtung Kontrolle” auf Kabel Eins hat sich an diesem Wochenende an Filmteam der TV-Produktion Zeitspuren aus Frankfurt am Main an die Fersen der vorpommerschen Tierretter geheftet. Noch vor dem Frühjahr sollen die Geschichten von Tierretter Klaus Kraft und seinem Team über die Bildschirme laufen. Schließlich sollen die Außenaufnahmen, bei denen zumindest auf dem Hof im Medower Hauptquartier der Tierrettung Eis und Schnee lagen, möglichst authentisch rüberkommen.

Authentisch ist auf jeden Fall auch Klaus Kraft. Der erste Vorstandsvorsitzende des Vereins und Gründer der Tierrettung Greifswald berichtet selbstsicher vor der Kamera von seiner Arbeit bei der Tierrettung. Trotz seines hessischen Akzents kennt er sich nach fast fünf Jahren in Vorpommern mittlerweile bestens aus. Von Rügen, über Greifswald, auf der Insel Usedom und in der gesamten Fläche des Landkreises Vorpommern-Greifswald wird die Tierrettung mittlerweile zu Einsätzen mit in Not geratenen Tieren gerufen, allein 1636 Mal im zurückliegenden Jahr 2021.

Große Netzwerk ist wichtig

Der Drehtag beginnt in Medow, wo die Tierretter im ehemaligen Pfarrhaus ihr Hauptquartier aufgeschlagen haben. Mittlerweile hat der Verein das große Haus und das umliegende Grundstück vom Vorbesitzer gekauft und hat große Umbaupläne. Vor der Kamera berichtet Klaus Kraft von den Baumaßnahmen im Haus und den Nebengebäuden, wo eine Aufnahmestation für Notfälle entstehen soll, in der Tiere vorübergehend unterkommen können, bis sie in Tierheime, in Pflegestationen oder zurück zu ihren Besitzern können.

Die Fragen der Filmleute bringen den ehemaligen Fahrschullehrer nicht aus der Ruhe. Geduldig erläutert er die Herausforderungen für den Verein in die Kamera. Er erklärt, warum das große Netzwerk an Tierfreunden, Ärzten, Aufnahmestationen in dieser weitflächigen Region so wichtig ist. Warum der Verein weiterhin auf der Suche nach Mitgliedern und Unterstützern ist und so eng mit dem Landkreis sowie den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr zusammenarbeitet. „Irgendwann wollen wir innerhalb von 20 Minuten bei jedem Tier in Vorpommern-Greifswald sein”, ist eines der Ziele der Tierrettung Greifswald, so Kraft.

Ruhiges Wochenende für Tierretter

Gemeinsam mit seinem Sohn Kevin, der ausgebildeter Rettungssanitäter ist, sich aber nun auch der Tierrettung verschrieben hat, führt Klaus Kraft das Kamerateam auf dem Hof herum. Zeigt sein eigenes Hunderudel, das auch aus von ihm ausgebildeten Rettungs- und Suchhunden besteht und aus Tieren, die ihm zur Sicherung von Behördenseite anvertraut wurden. Auch von seinem ersten Einsatz berichtet Klaus Kraft im Interview. Wenige Tage, nachdem er sich bei der Polizei vorgestellt hatte, wurde er zu einem Notfall gerufen, bei dem zwei Hunde in einem verunfallten Wagen beteiligt waren.

So dramatische Einsätze gab es am zurückliegenden Wochenende nicht. Zumindest der Samstag lief für die Tierretter und ihre Begleiter vergleichsweise ruhig an. So seien sie zu einer Katze mit einem gebrochenen Bein gerufen worden, hätten einen Hund versorgt, der allgemein in einem schlechten Zustand war und einen Vogel befreit, der sich in einem Geschäft verirrt hatte. Außerdem versorgten sie einen Igel und einen verletzten Greifvogel. Alles andere wird dann bald im Fernsehen zu sehen sein.