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Früher mit Plumps-Klo

Freude und Erinnerungen in der alten Schule

Krien / Lesedauer: 3 min

Während der Einweihung der alten Schule als Dorfgemeinschaftshaus freuten sich die Kriener schon auf die kommenden Feste und Zusammenkünfte. Doch es wurde auch zurückgeschaut.
Veröffentlicht:02.11.2021, 06:28

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Das Dorfgemeinschaftshaus „De olle Schoul“ in Krien wurde 1912 als Schule, bestehend aus zwei Klassenräumen und zwei Lehrerwohnungen, eingeweiht und nach 94 Jahren der Schulnutzung 2006 zum Gemeindehaus. In den letzten Jahren wurde das Gebäude ausgiebig saniert und renoviert, so dass an diesem Wochenende endlich mit einem „Tag der offenen Tür” für alle Kriener und Interessierte Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses gefeiert werden konnte.

Dazu: Kriener weihen ihr Dorfgemeinschaftshaus ein

Großer Saal für Vereine

Aus den zwei Klassenräumen wurde ein großer Saal, der unter anderem auch für Familienfeiern angemietet werden kann, neben den anderen Räumlichkeiten steht er aber auch allen Kriener Vereinen und der Gemeindevertretung als Sitzungsraum und Treffpunkt zur Verfügung.

Voller Begeisterung begutachteten die Kriener die Räumlichkeiten, auch in Vorfreude auf die baldige Nutzung. Alles sei sehr schön geworden, war die einhellige Meinung. Dem schloss sich auch Ingrid Klien an, sie freut sich beispielsweise am meisten darauf, dass sich schon bald wieder mit einigen anderen Krienerinnen zum Frauen-Frühstück hier treffen kann. Vielleicht im großen Saal, aber in einem der kleineren Räume.

Erinnerungen an eigene Schulzeit

Wie sie waren an diesem Tag auch viele Kriener vor Ort, die in dem historischen Gebäude unweit der Kirche auch selbst noch die Schulbank gedrückt haben. Und so schwelgte manch einer in Erinnerungen an seine eigenen Schulzeiten und seinem Fensterplatz im vorderen Klassenraum, wo er gut und gerne auch mal die Füße auf der alten Schulbank hatte. Vielen ehemaligen Schülerinnen waren auch noch die alten Plumpsklos auf dem Hof in sehr lebhafter Erinnerung und auch die Geschichten über einen alten gemeinsamen Lehrer, der zur Strafe auch mal an den Ohren zog, deckte sich bei einigen Anwesenden.

Erinnerungen zum Anfassen brachten Gudrun und Karl-Heinz Henning mit. Den alten Ranzen von Tochter Ina, die hier 1982 eingeschult worden ist, wollen sie dem Dorfgemeinschaftshaus stiften. Über Jahrzehnte haben sie die Schulmappe bei sich zu Hause aufgehoben und jetzt beim Entstauben, sogar noch einen Brief von der russischen Brieffreundin der Tochter darin entdeckt. Jetzt geht die Tasche samt Brief in die Sammlung der alten Schule über.

Für dieses und noch einige andere Erinnerungsstücke, darunter auch ein paar der alten Schulbänke wird sich in der alten Schule noch ein Plätzchen finden, ist sich Bürgermeister Mike Stegemann sicher. Er weiß, dass sich auch in der alten Heimatausstellung noch einige Sachen aus der Schule befinden, die er künftig gerne in einem Nebenraum hier in der alten Schule ausstellen will.

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