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Landwirtschaft

Gurkenernte im Akkord im Blesewitzer Gemüseparadies

Blesewitz / Lesedauer: 3 min

Es ist Erntesaison im Gemüsebeet – das gilt nicht nur für den privaten Garten, sondern erst recht für einen Landwirtschaftsbetrieb, wie den Blesewitzer Hof von Diana Koppe.
Veröffentlicht:08.08.2022, 20:21

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Was vor gut sieben Jahren mit einer Idee und einem alten Bauwagen begann, ist in Blesewitz längst zu einem eigenständigen Unternehmen geworden, das sich auch über die Anklamer Region hinaus einen Namen macht. Beim Landwirtschaftsbetrieb Koppe herrscht aktuell Hochbetrieb – auf dem Gemüsefeld, im Tomatengewächshaus, im Hofladen und auf dem Besucherstellplatz.

Dazu gilt es noch Hofladenplatten herzurichten, das Geerntete einzukochen, frisch zu verteilen, sich auf das Dorffest in Neuenkirchen und das eigene Hoffest vorzubereiten und, und, und. Dazu noch die eigene Familie mit drei kleinen Söhnen – man kann nicht sagen, dass die studierte Landwirtin Diana Koppe derzeit viele Verschnaufpausen bekommt.

Trotz viel Arbeit immer noch der Traumberuf

Trotzdem bleibt der eigene Hof samt Vermarktung des eigenen Gemüseanbaus in der Region ihr Traumberuf. Zugegeben, so hätte sie sich das Ganze zum Start im Sommer 2015 allerdings nicht vorgestellt. „Es kommen immer wieder neue Dinge hinzu, eines ergibt das andere und schon haben wir etwa einen Stellplatz für Gäste, die eine Nacht mit dem Wohnmobil bleiben”, erklärt sie. Dabei sei gerade das eher ein Zufall gewesen.

Landpartie heißt das Konzept eines besonderen Reiseführers, der die Blesewitzer angesprochen hat, ob sie nicht in dem Konzept aufgenommen werden wollen. Mit den ersten Gästen kam die Frage nach der abendlichen Verköstigung, so wurde die Hofladenplatte geboren, die mittlerweile auch gerne mal zum Firmenfrühstück oder zum Familiengeburtstag bestellt wird.

Gemüse von Kohlkopf bis Zucchini

Grundlage für all das bleibt aber weitgehend der eigene Hof. Daran will Diana Koppe auch nichts ändern. Inzwischen baut sie auf mehreren hundert Quadratmetern ihr Gemüse an – von der Zucchini bis zum Kohlkopf. Alles, was nicht direkt verkauft wird, wird dabei eingekocht und eingeweckt. Hilfe erhält Diana Koppe von ihrem Mann Matthias, der gelernter Koch ist und nach dem eigenen Job noch ordentlich mit anpackt. „Ohne ihn würde es gar nicht gehen”, sagt sie anerkennend.

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Auf ihren Produkten stehe am Ende zwar nicht Bio drauf, ist aber Bio drin, versichert sie zum persönlichen Anspruch. Gedüngt werde etwa mit dem eigenen Hühner- und Pferdemist oder angesetzten Jauchen. Dabei verfolgt die 39-Jährige unterschiedliche Konzepte beim Pflanzenanbau, die sie im Studium gelernt hat.

Hoffest wird im September gefeiert

Das sähe vielleicht manchmal unkonventionell aus und erfülle Freunde von akkuraten, feingeharkten Beeten mit Schrecken, habe aber eben als Pflanzenpaare alles seinen Zweck. Gerne würde sie darüber auch noch näher mit anderen Betrieben in den Austausch gehen.

„Es gibt nicht so viele Gemüseanbauer in der Region, ein Netzwerk wäre da eine tolle Möglichkeit”, so die Idee, die auf eine spätere Umsetzung warten muss. Aktuell arbeitet der Hofladen Koppe allerdings schon mit anderen Betrieben in der Region zusammen. So etwa mit der Usedomer Inselmühle.

Während derzeit die Erntesaison Hochzeit hat, stehen derweil auch schon die Pläne für die nächsten Monate an. Am 24. September soll in Blesewitz das erste Hoffest gefeiert werden. Und danach beginnt auch schon fast die Vorbereitung auf die Vorweihnachtssaison – Ruhe gibt es auf einem Hof eben nie, erst recht nicht in Blesewitz, wie es scheint.

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