StartseiteRegionalAnklamHat Anklams neue Schwimmhalle schon einen Dachschaden?

Mängel am Neubau

Hat Anklams neue Schwimmhalle schon einen Dachschaden?

Anklam / Lesedauer: 3 min

Wasser in einer Schwimmhalle ist gemeinhin nichts Ungewöhnliches. Im neuen Hansebad tropft es nun jedoch an einer Stelle, wo kein Wasser sein sollte. Der Grund ist wohl ein Mangel am Dach.
Veröffentlicht:16.02.2023, 18:41

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Es ist eines der Prestigeobjekte der Stadt Anklam aus den zurückliegenden Jahren: Der Bau der neuen Schwimmhalle im Mittelfeld. Sie gehört nicht nur zum Anklamer Dreiklang – einer Absprache zwischen Land und Stadt über vereinbarte Großprojekte – sondern gilt auch darüber hinaus als ein Vorzeigebauprojekt der Stadt, was die Bauart, die Kosten und die Ausführung mit regionalen Firmen anbelangt.

Das neue Hansebad für rund 12,5 Millionen Euro macht unter diesen Voraussetzungen auch längst weitere Städte neugierig. So sehr, dass schon ganze Delegation aus anderen Städten sich den Hallenbau erklären und zeigen ließen. Nicht ohne Stolz soll die Anklamer Schwimmhalle so bestenfalls auch anderenorts Schule machen und Nachahmung finden.

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Doch nun gibt es im Hansebad erste Mängel. Die erst im Dezember 2021 neu eröffnete Halle hat anscheinend bereits einen Dachschaden. Es ist nicht das einzige Manko, das sich in dem Neubau zeigt, heißt es vor Ort. Während andere Dinge aber wohl eher als geringfügig eingeschätzt werden können, scheint die Feuchtigkeit, die durch das Dach ins Gebäude eindringt, doch ein größeres Problem darzustellen.

Wasser tropft von der Decke

Aufgefallen ist es den Peenerobben als Betreiber der Halle, als plötzlich Wasser für sie nicht erklärbar von der Decke tropfte. Als guter Mieter habe man den Schaden sofort der Stadt angezeigt, bestätigt Vereinschef André Stegemann auf Nordkurier-Anfrage. Inzwischen sei auch bereits ein Gutachter vor Ort gewesen, ergänzt er. Damit liegt der Ball im Feld der Stadt Anklam, der die neue Schwimmhalle gehört.

Bürgermeister Michael Galander hatte über den Schaden wohl bereits in der zurückliegenden Sitzung der Stadtvertretung berichtet – allerdings im nicht öffentlichen Teil. Dass das Thema nun in der Stadt dennoch die Runde macht, überrascht ihn nicht.

Gleichzeitig betont der Bürgermeister jedoch, dass man derzeit noch an der Klärung des Sachverhalts arbeite. Dazu sei auch der externe Gutachter aus Potsdam bestellt worden, der den Schaden besichtigt und Handlungsempfehlungen gibt, sagt er. „Wir wollen das explizit von einem unabhängigen Dritten aufgearbeitet haben”, so Galander.

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Schaden in der Garantiezeit

Klar sei derweil auch, dass sich die Schwimmhalle noch mitten in der Garantiezeit für einen Neubau befindet – sprich die beiden ausführenden Firmen HAB aus Wusterhusen und Mele aus Torgelow den Mangel beseitigen müssen. „Wie auch immer dies nach den Vorschlägen des Gutachters durchgeführt wird und was es kostet”, betont Galander.

Fest stehe allerdings für ihn auch, dass die Halle auch mit Schaden aktuell weiter betrieben werden kann. Selbst während der Reparaturzeit rechnet Galander derzeit nicht damit, dass der Schwimmsport eingeschränkt werden müsste.