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Gebäude droht Sperrung

Jugendprojekt muss raus aus dem Anklamer Bahnhof

Anklam / Lesedauer: 2 min

Vor allem die Elektroanlagen und der Brandschutz im Bahnhof seien wohl so bedenklich, dass eine Sperrung der vom Demokratiebahnhof genutzten Räume im Anklamer Bahnhof bevorsteht. 
Veröffentlicht:16.12.2023, 05:37

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Für den Anklamer Demokratiebahnhof sind es Hiobsbotschaften zum Jahresende. Das Jugendprojekt muss raus dem namensgebenden Gebäude und das auf schnellstem Wege. Für die aktuelle Nutzung droht eine baubehördliche Sperrung, darüber informierte in der Stadtvertretersitzung Kämmerin Beatrix Wittmann-Stifft auf Nachfrage von Stadtvertreter Bernd Kohn. 

Baumängel immer noch nicht beseitigt

Wittmann-Stifft, die gleichzeitig auch Mitgeschäftsführerin der Anklamer Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (GWA) als Gebäudeeigentümerin ist, erklärte, dass die festgestellten Mängel wohl nicht in absehbarer, kurzer Zeit behoben werden können.

Immerhin, neu sind diese nicht. Speziell gehe es um den Zustand der Elektroanlagen und den Brandschutz. Dies seien jedoch Sanierungsmaßnahmen, die zwar schon lange angemahnt, von dem Demokratiebahnhof als Mieter aber allein aufgrund des finanziellen Volumens nicht geleistet werden konnten, führte Wittmann-Stifft aus.  

Aufgefallen, beziehungsweise wieder in den Fokus gerückt seien die Mängel bei den bereits erfolgten Sicherungsmaßnahmen am Gebäude. Gut 200.000 Euro hat die GWA bereits in den Erhalt der Bausubstanz am Bahnhof investiert. So mussten unter anderem Balkenköpfe erneuert werden.

Dafür habe man auch eng mit der Bauordnungsbehörde des Landkreises zusammengearbeitet, um etwa auch Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Dabei seien allerdings auch andere Dinge eben wieder auf die Tagesordnung gekommen, sodass nun von einer kurzfristigen Sperrung der Räumlichkeiten ausgegangen werden muss, lautet die Erklärung.

Umzug soll im Januar erfolgen

Beatrix Wittmann-Stifft geht davon aus, dass deshalb ein Aus- beziehungsweise Umzug des Jugendprojektes bereits in den nächsten Wochen erfolgen muss. „Vielleicht bekommen wir einen Aufschub bis Ende Januar“, hofft sie. Mit dem Demokratiebahnhof habe man sich über die Sachlage bereits verständigt und sei auf der Suche nach einem Behelfsstandort in der Stadt, gibt die Kämmerin den derzeitigen Stand wieder. Der Fahrkartenverkauf kann indes weiterhin in dem Gebäude bleiben, ergänzt sie.

Bei der Suche nach passenden Fördermitteln für das Projekt sei man indes im vergangenen Jahr noch nicht wirklich weitergekommen. Zwar gibt es ein Konzept - Signale von Bund und Land, dieses zu unterstützen, gebe es bislang jedoch nicht. Die Stadt wolle nun aus dem Bahnhof ein Pilotprojekt machen, um an dem Beispiel zu zeigen, wie mit einer alten Bausubstanz und einer neuen Nutzung umgegangen werden kann.