StartseiteRegionalAnklamKaputtes Rohr – Hier wird es für den Verkehr noch enger

Halbseitige Sperrung

Kaputtes Rohr – Hier wird es für den Verkehr noch enger

Anklam / Lesedauer: 2 min

Ein kaputtes Rohr beschert der Stadt Anklam derzeit zusätzlich zu den planmäßigen Baumaßnahmen eine weitere Engstelle auf einer ihrer Hauptstraßen.
Veröffentlicht:09.02.2024, 12:17

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Diese plötzliche Straßenbaustelle in der Pasewalker Straße in Anklam hat so manchen Autofahrer am Montagmorgen nicht nur überrascht, sondern auch erst einmal tüchtig ins Stocken gebracht. Zwischen den beiden Kreisverkehren am Bahnhof und am Busbahnhof ist die Straße in Richtung Innenstadt nun vorerst für die kommenden Tage halbseitig gesperrt.

Die eigentlich erst im Jahr 2017 fertiggestellte Straße wurde bereits am Montag von der Baufirma Tiefbau Sommerfeld aufgerissen. Wie tief es hier nun ins Erdreich hinuntergehen muss, war zunächst noch unklar – ein Verbau samt Aufsatz, um die bis zu sechs Meter tiefe Grube abzusichern, stand schon mal bereit.

Straßenaufriss ist letzte Lösung

Schuld an der ganzen Misere ist ein kaputtes Schmutzwasserrohr, erklärt der Anklamer Leiter der Gesellschaft für Kommunale Umweltdienste (GKU), Sven Bausemer auf Nordkurier-Nachfrage. So habe man in den zurückliegenden Tagen bereits alles getan, um das Problem selbst zu lösen. Angefangen von Kamera-Befahrungen des Rohres und Spülungen bis hin zu Bauarbeiten zunächst im Bereich des Gehwegs, doch auch diese blieben erfolglos.

„Wir kommen auf gut 24 Meter der insgesamt geschätzt nur 25 Meter langen Rohrleitung heran – doch dann ist Schluss. Ein Sandeinbruch ist zu sehen. Das Rohr muss also auf dem besagten letzten Meter vor dem Anschluss an die Hauptleitung kaputt sein“, erklärt Bausemer.

Starkes Gefälle macht Prognose schwer

Doch dieser Abschnitt sei eben auch besonders knifflig. „Der Hausanschluss liegt bei rund zwei bis drei Metern, die Hauptleitung jedoch zwischen fünf und sechs Metern. Wir haben an dieser Stelle also ein stark abfallendes Rohr. Somit ist auch nicht klar, wie tief wir an dieser Stelle wirklich heruntermüssen“, ergänzt Bausemer.

Dass es sich mit der teilweisen Straßensperrung an dieser Stelle um ein weiteres Nadelöhr im eh schon von Baustellen geplagten Stadtverkehr handelt, ist wohl allen klar. Dennoch: „Wir haben uns natürlich mit der Verkehrsbehörde abgesprochen. Am Freitag haben wir selbst erst grünes Licht für die Baumaßnahme bekommen“, sagt der Anklamer GKU-Chef.

Umleitung führt über Busbahnhof

„Mit der Lösung, den Verkehr nun in der Ferienzeit über den naheliegenden Busbahnhof zu leiten, entsteht ja nahezu auch kein Umweg. Natürlich müssen Autofahrer die Verkehrsführung erst einmal mitbekommen“, so Bausemer.

Bis zum 16. Februar sei die Sperrung nun erst einmal genehmigt. Je nach Lage vor Ort sei man aber natürlich bemüht, auch diese Engstelle in Anklams Straßenverkehr so schnell wie möglich wieder beseitigen zu können, heißt es.