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Neues Angebot

Kultur–Tour lässt Usedom links liegen

Anklam / Lesedauer: 3 min

Die Anklamer Stadtverwaltung hat sich ein neues Kulturangebot überlegt und dieses erstmals getestet. Bei der Bus–Tour geht es durch das Anklamer Land zu kulturellen Orten.
Veröffentlicht:07.05.2023, 06:53

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Einige Stadtführungen gibt es in Anklam bereits, sowohl tagsüber kulinarisch als auch in den Abendstunden mit dem Nachtwächter. Die Citymanagerin Angelika Berger hat sich auf Grundlage der Tourismuskonzeption ihres  Vorgängers, des Tourismusmanagers, nun eine neue Führung überlegt: die Kultur–Tour. Dafür geht es ins Anklamer Umland.

Testfahrt nördlich der Peene

Am Anklamer Markt startete bereits am 3. Mai die Testfahrt an der die Abteilung des Stadtmarketings Anklam, Vertreter des Seniorenbeirats, die Angestellten der Stadtinfo Anklam und Ueckermünde, sowie das Ehepaar des Hofcafés Krüger teilnahmen.

Geplant war, dass 20 Menschen mit einem Kleinbus in ungefähr 5 Stunden zu verschiedenen kulturellen Orten des Anklamer Umlands gefahren werden. Bedacht wird dabei zunächst nur die nördliche Seite der Peene.

Bei der Tour wurde „die Insel Usedom bewusst links liegen gelassen. Wir wollen die Menschen aufmerksam machen auf die Kultur in Anklam und um Anklam herum“, so Vincent Hähni der Leiter des Sachgebiets Stadtmarketing, Bildung und Kultur der Stadt Anklam.

Die Route mit vier Stationen

Zu sehen gab es dabei einiges, wie schon die erste Probetour zeigte. Durch gelbe Rapsfelder und grüne Wälder schlängelte sich der Bus durchs Anklamer Umlands zunächst bis nach Buggenhagen. Haltepunkt hier:  das Till Richter Museum. Auf der Directors Tour wurden die Kunstwerke in rund anderthalb Stunden von Till Richter vorgestellt.

Der erste Halt der Kultur-Tour war das Till Richter Museum voller Kunstwerke.
Der erste Halt der Kultur-Tour war das Till Richter Museum voller Kunstwerke. (Foto: Maxi Koglin)

Während es dann zurück über die gleichen engen Straßen nach Quilow geht, soll künftig ein Tourguide über das Peenetal erzählen. Im Wasserschloss Quilow angekommen gab es für die Tourtester eine vegane Linsensuppe zum Mittag, sowie Kaffee und Kuchen. Schlossherr Uwe Eichler berichtete über die Ausstellung und wie er zum Schloss kam.

Nur ein paar hundert Meter weiter wartete der zweite Programmpunkt des Ortes. In der Halle der IFA Sammlung Quilow herrscht Ostalgie, denn dort sind Trabbis, Wartburgs und Simsons ausgestellt. Unter denen sich auch echte Raritäten befinden, wie Jens Rüberg, Vorsitzender des Vereins, bei einer Führung erklärte. 

Das Wasserschloss in Quilow war der zweite Halt. Uwe Eichler (Mitte) erzählte den Teilnehmern der Tour von der Sanierung des Schlosses.
Das Wasserschloss in Quilow war der zweite Halt. Uwe Eichler (Mitte) erzählte den Teilnehmern der Tour von der Sanierung des Schlosses. (Foto: Maxi Koglin)

Offizieller Start für Juli geplant

Wenig zu sehen gibt es aktuell noch am letzten Halt der Tour. Dem Senkgarten in Ziethen fehlen bisher noch die Pflanzen. Aber Klaus Gabe, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Peenetal e.V., gibt Entwarnung, „Anfang Juni sollte der Garten originalgetreu nachgepflanzt sein“.

Wenn die Kultur–Tour dann voraussichtlich im Juli für Einheimische und Touristen startet, sollten die kulturellen Orte also alle bereit sein.