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Freiherr von Maltzahn bekommt Vorpommern-Schloss zu Schnäppchenpreis

Schwerin/Karlsburg / Lesedauer: 1 min

Der Wert des Schlosses beträgt etwa 1 Million Euro. Verkauft wird es nun aber für gerade einmal 250.000 Euro.
Veröffentlicht:15.12.2023, 16:41

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Der Landtag in Schwerin hat auf seiner Sitzung am Freitag den Verkauf des landeseigenen Schlossensembles in Karlsburg (Vorpommern-Greifswald) abgesegnet. Der Preis bleibt mit 250.000 Euro allerdings deutlich hinter früheren Erwartungen zurück.

Interessentin wegen Baukosten abgesprungen

Wie Kulturministerin Bettina Martin (SPD) sagte, hatten im Jahr 2019 Sachverständige den Verkehrswert des Schlosses samt Park und Nebengebäuden auf rund eine Million Euro taxiert. Doch habe sich im Bieterverfahren gezeigt, dass diese Summe niemand habe zahlen wollen. Als realistisch hätten sich 200.000 Euro herausgestellt. Eine Interessentin habe unter Hinweis auf gestiegene Baukosten aber vom Kauf wieder Abstand genommen.

Das Schloss gehe nun an Helmuth Freiherr von Maltzahn, der unter anderem bereits Schloss Ulrichshusen (Mecklenburgische Seenplatte) besitzt. Dieses hat er zu einem Hotel und einer zentralen Spielstätte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern entwickelt.

Die Liegenschaft in Karlsburg war zu DDR-Zeiten Heimstatt des Instituts für Diabtesforschung und -behandlung. Bis 2019 wurde das Schloss noch von der Unimedizin Greifswald genutzt, die es dann an das Land zurückgab.

Der Käufer wolle das Schlossensembles als Ausbildungsstätte für medizinische Berufe nutzen, teilte Martin mit. Zudem sollen Wohnräume für ältere, pflege- und unterstützungsbedürftige Menschen oder für gemeindliche Zwecke und touristische Veranstaltungen entstehen. Die denkmalgerechte Sanierung und Nutzung sei gewährleistet. „Durch den ausgehandelten Kaufvertrag sind die Interessen des Landes gesichert“, zeigte sich Martin überzeugt.