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Ländlicher Raum

Leader-Förderung in Vorpommern nimmt neuen Anlauf

Stolpe an der Peene / Lesedauer: 2 min

Das Leader-Programm der EU startet in eine neue Förderperiode: Vereine, Kommunen und auch Privatleute aus Vorpommern können sich ab jetzt wieder beteiligen.
Veröffentlicht:15.02.2022, 05:37

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Ob es um den Umbau der alten Schule in Gramzow zu einem Zuhause für pflegebedürftige Menschen ging oder die Sanierung des Freizeitzentrums für das Anklamer Fritz-Reuter-Ensemble. Auch der Bau der Biberbeobachtungstürme entlang der Peene oder der Wasserwanderrastplatz bei Liepen – das alles sind Projekte, die ohne die Unterstützung von EU-Fördermitteln nicht denkbar gewesen wären. Schon seit 1994 nimmt Mecklenburg-Vorpommern am europaweiten Förderprogramm Leader teil und realisiert damit Ideen und Institutionen für den ländlichen Raum, die mittlerweile kaum mehr aus der Region wegzudenken sind.

Jetzt steht für den Zeitraum von 2023 bis 2027 eine neue Förderperiode an, für die es nun die Weichen zu stellen gilt, erklären Leader-Regionalmanager Thomas Sigusch und Marcel Falk als Leiter der Aktionsgruppe Flusslandschaft Peenetal. Dabei geht es um ein Grundbudget von etwa drei Millionen Euro pro Leader-Region. Für Marcel Falk nach eigenen Worten das beste Förderprogramm, das es für den ländlichen Raum gibt.

Interessierte Freiwillige gesucht

Doch vor die konkrete Ideenfindung hat Europa den Leader-Aktivisten noch ein paar Aufgaben gestellt und deshalb planen Sigusch und Falk derzeit Workshops, in denen es um die zukünftige Strategie der hiesigen Aktionsgruppe gehen soll. Zur Leader-Region „Flusslandschaft Peenetal“ gehören die Ämter Peenetal/Loitz, Jarmen/Tutow, Züssow, Anklam-Land sowie die Hansestadt Anklam. Aus all diesen Bereichen werden jetzt interessierte Freiwillige gesucht, die im Rahmen dieser Workshops mit an der neuen Strategie arbeiten.

Thomas Sigusch betont, dass die bisherige Ausrichtung der Leader-Gruppe dabei nicht komplett infrage gestellt werden soll, aber durchaus neu justiert werden kann. Bislang lagen bei der Arbeit der Leader-Gruppe die Themenfelder Natur, Kultur, Tourismus und Lebensqualität im Fokus.

Im ersten Workshop soll es unter anderem um eine Auswertung der zurückliegenden Projekte gehen, so Sigusch. Dabei könnten neue Mitwirkende direkt erfahren, welche konkreten Ideen die Aktionsgruppe in der vergangenen Förderperiode schon umgesetzt hat. Im Anschluss daran wird der Blick aber nach vorn gerichtet und es werden natürlich erste Pläne für den neuen Förderzeitraum ausgearbeitet. Angesetzt sind die Workshops für den 12. April um 16.30 Uhr sowie den 20. April um 16 Uhr im Dörphus in Stolpe an der Peene. Wer Fragen hat oder sich für die Mitarbeit interessiert, kann sich bei Thomas Sigusch anmelden unter 03834 8760-3118 oder per Mail unter [email protected].

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