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Loitzer Kutterruderer legen sich nun gemeinsam als Verein in die Riemen

Loitz / Lesedauer: 3 min

Die Loitzer Kutterruderer starten als Verein in nächste Saison und wollen bei der Landesmeisterschaft mitmischen. Sieben Teams starten das Training, sobald die Sonne höher steht.
Veröffentlicht:06.02.2024, 19:17

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Winterpause hat derzeit auch der knallorange Loitzer Kutter. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Kutterruderer nicht schon jetzt die neue Saison vorbereiten. Erst in der zurückliegenden Woche gab es ein Treffen mit den einzelnen Teamleitern. Darüber informierte auf Nordkurier-Nachfrage Christoph Preuß, der Sprecher und Vorsitzende des Vereins. Ja, richtig gelesen. Die Hobbysportlerinnen und -sportler sind inzwischen in einem Verein organisiert. Sein Name: „Loitzer Ruderklub KK19 e.V.“

Vorteile beim Einwerben von Spenden

Auch wenn dessen Gründung schon ein paare Monate zurückliegt, stehen immer noch einige formale Schritte aus. „Es dauert lange, bis all diese behördlichen Dinge abgeschlossen sind. Aber das liegt nicht an uns. So ist es eben. Vereinsgründungen folgen Regeln. Diese Zeit muss man abwarten“, weiß der Vereinsvorsitzende.

Er ist froh darüber, dass sich die Kutterruderer jetzt in einer anderen Form organisieren. Und zwar aus ganz pragmatischen Gründen: „Zum Beispiel, wenn es um Sponsoren geht, können wir ganz anders reagieren, können jetzt veranlassen, dass Spendenbescheinigungen ausgestellt werden“, nannte er ein Beispiel. Auch wenn sich alle viel lieber in die Riemen legen, als über solche Schreibtischdinge nachzudenken, so ganz ohne Rahmen geht es auch bei den Sportlern nicht.

Der Vereinsvorsitzende der Loitzer Kutterruderer Christoph Preuß
Der Vereinsvorsitzende der Loitzer Kutterruderer Christoph Preuß (Foto: privat/ZVG)

Dem Vereinsvorsitzenden zur Seite stehen im Vorstand Enrico Weigel als sein Stellvertreter und Jana Augustin, die die Funktion der Kassenwartin übernommen hat. Die drei stehen regelmäßig im Austausch, beraten die notwendigen organisatorischen Aufgaben, haben die nächste Saison fest im Blick. Wann startet die?

„Nun, das ist natürlich auch etwas vom Wetter anhängig. Momentan gehen wir davon aus, dass der Kutter im April ins Wasser gebracht wird. So richtig losgehen wird die Trainings-Saison ab Mai. Doch diese Termine sind nicht in Stein gemeißelt“, sagte Christoph Preuß.

Die Loitzer Kutterruderer waren bisher auch bei der Hanse Sail in Rostock gern gesehene Wettkampfpartner.
Die Loitzer Kutterruderer waren bisher auch bei der Hanse Sail in Rostock gern gesehene Wettkampfpartner. (Foto: Maria Steinert/ZVG)

Gleiches gilt wohl auch für die Teilnahme an Wettkämpfen in 2024. Nichts zu rütteln gibt’s offensichtlich am Start bei den Landesmeisterschaften der Kutterruderer in Ankam: „Da sind wir fest gesetzt“, weiß der Vereinssprecher. Ob die Loitzer auch wieder bei der Hanse Sail mit dabei sind, ist noch nicht endgültig entschieden.

Fest steht allerdings, dass in 2024 kein Loitzer Hafenfest gefeiert wird. Das wird nur alle zwei Jahre auf die Beine gestellt. „Damit fällt auch das Kutterruder-Rennen weg. Das ja immer ein schönes Event, lockt viele Leute an und sorgt an der Marina für eine tolle Stimmung“, machte der Vereinssprecher keinen Hehl daraus, dass er ein Fan dieses Festes ist.

Loitzer Rennen im Spätsommer im Gespräch

Ganz vorsichtig deutete er an, dass er mit seinen Mitstreitern über die Idee sprechen wolle, vielleicht aus eigener Kraft im Spätsommer oder Frühherbst 2024 ein Kutterruder-Rennen zu organisieren. „Aber mal schauen. Es ist auch wirklich noch ein bisschen früh, um darüber schon öffentlich zu sprechen.“

Sieben Teams, vier Frauen- und drei Männermannschaften, rudern gemeinsam unter dem Dach des recht jungen Vereins. Hätte der eine Fahne, könnte das Motto auf ihr lauten: „Aus Spaß an der Freude“. Dennoch haben die beeindruckenden Rennen auch 2023 bewiesen: Eine ganz schön große Portion Ehrgeiz sitzt mit im Boot, wenn die Loitzer bei Rennen an den Start gehen. Bleibt also zu hoffen, dass im kommenden Sommer doch die eine oder andere Welle der Begeisterung hochschlägt, weil die Sportler außerhalb der eigenen Strecke mal wieder besonders schnell unterwegs waren.