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Peene-Robben

Neue Schwimmhalle – so fällt die Bilanz nach dem ersten Jahr aus

Anklam / Lesedauer: 4 min

Trotz Corona-Start blicken die Anklamer Schwimmer auf ein gutes erstes Jahr im neuen Hansebad. Angesichts der Energiekrise stellt sich die Frage, ob der Eintrittspreis steigt.
Veröffentlicht:03.01.2023, 11:42

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Seit November 2021 konnte der PSV Anklamer Peneerobben als Betreiberverein die Wasserratten der Region im neuen Hansebad begrüßen. Auch wenn es ein etwas schwieriger Start war, denn zunächst konnten die Halle nur unter Pandemie-Bedingungen mit zeitweiligen Schließungen und verschärften Besucherregeln öffnen, war es insgesamt doch ein erfolgreiches Jahr, blickt Vereinschef André Stegemann zurück.

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Corona: Bade-Glück im Unglück

Auch der Corona-Phase konnten die Peenerobben schlussendlich etwas Positives abringen, denn weil sie selbst Betreiber der Halle sind, konnten sie, anders als andere Vereine, im Rahmen der geltenden Regelungen trotzdem trainieren. Dass sie, mit dem Testzentrum der Adler-Apotheke, ihre hauseigene Teststation für ihre Besucher direkt im Haus hatten, hat dem Schwimmverein in der schwierigen Phase außerdem in die Karten gespielt. Im Jahresverlauf konnte die Peenerobben zudem zwei weitere hauptamtliche Mitarbeiter einstellen. Hinzugekommen ist zum einen eine Fachkraft für Bäderbetriebe für den Dienst in der Halle und für das Bistro ist ebenfalls für 30 Stunden eine Kollegin festangestellt worden.

Rein rechnerisch schwamm der Verein, was die Besucherzahlen im Hansebad anbelangt, zum Jahresende etwa auf gleicher Welle wie in den Vorjahren in der alten Halle, erklärt Stegemann. Kalkuliert man jedoch die Schließtage und Auswirkungen der Corona-Einschränkungen hinzu, sei jedoch insgesamt von einer Besuchersteigerung von etwa 30 Prozent auf das ganze Jahr gesehen auszugehen, argumentiert der Chef der Peenerobben weiter.

Noch halten sich die Energiekosten in Grenzen

Ein Endergebnis, auf das die Vereinsmitglieder stolz sind und auf das sie auch gezielt hingearbeitet haben, weiß André Stegemann. So wurden die verfügbaren Kapazitäten ausgeweitet und mehr Kurse angeboten. Die Stromkosten seien im zurückliegenden Jahr noch nicht zum Problem geworden, denn der bisherige Stromtarif galt bis zum Jahreswechsel. Mit dem neuen Tarif wird der Strompreis für die Halle stundengenau mit dem aktuellen Preisniveau an der Strombörse in Paris abgerechnet. Bislang konnte die Eintrittspreise deshalb noch stabil gehalten werden, einzig die Öffnungszeiten in den Abendstunden wurde aus Spargründen schon reduziert.

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Rund 1000 Schulkinder haben in Anklam das Schwimmen gelernt oder seien gerade noch dabei und auch das Kindergartenschwimmen konnte in den zurückliegenden Monaten ausgebaut werden, für dieses Projekt wurden der PSV 2022 überdies im Rahmen des Wettbewerbs „Sterne des Sports” ausgezeichnet.

Langfristige Partnerschaft ins Mittelmeer

Mehr als zufrieden ist André Stegemann auch mit den sportlichen Erfolgen der Vereinsmitglieder. So konnten die Schwimmer, unter anderem in Hamburg, Rostock, Greifswald, Hannover und Leipzig teilnehmen. Highlights für den Schwimmer-Nachwuchs waren die beiden Trainingslager, zum einen in den Sommerferien in Anklam und unvergesslich wird für die Leistungsgruppe der Trip nach Olbia auf Sardinien während der Oktoberferien bleiben, ist sich Stegemann sicher. Aus dem Besuch dort wird wohl eine längerfristige Partnerschaft wachsen, denn eine Wiederholung der Sardinien-Reise und ein Gegenbesuch der Italiener in Anklam seien bereits fest eingeplant.

Auch für 2023 hat der Verein bereits Pläne. Für die Vereinsräume im unteren Bereich der Halle müssten noch Tische und Stühle angeschafft werden. Nachdem das Testzentrum dort ausgezogen ist, sind dort bereits eine Küche und Umkleideräume eingerichtet worden. Für weitere Anschaffungen ist André Stegemann derzeit dabei, Fördermöglichkeiten auszuloten. So wollen die Peenerobben gern Aqua-Bike-Kurse anbieten. Für einen solchen Kurs braucht es jedoch etwa zehn solcher Wasserfahrräder. Und auch für die elektronische Zeitmessanlage, die für den Wettkampfbetrieb in der Halle unerlässlich sei, ist die nötige Finanzierung in Höhe von 75 000 bis 80 000 Euro noch offen. Und wann und wie der 30. Vereinsgeburtstag in diesem Jahr nachfeiert wird, der ja mitten in die Corona-Pandemie fiel, ist auch noch offen. Dass gefeiert werden soll, ist aber ziemlich sicher, verspricht Stegemann.